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Bessere Kennzeichnung: Aufdruck für Einweg-Pfandflasche

Verbraucher Bessere Kennzeichnung: Aufdruck für Einweg-Pfandflasche

Viele Verbraucher können Mehrwegflaschen nicht von Einweg-Pfandflaschen unterscheiden. Deshalb soll jetzt eine neue, besser verständliche Kennzeichnung her. Allerdings: Nicht alle Hersteller machen mit.

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Einweg-Pfandflaschen sollen laut einer Selbstverpflichtung der Getränkehersteller besser gekennzeichnet werden.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Berlin. Verbraucher sollen künftig leichter erkennen können, ob eine Pfandflasche mehrfach verwendet wird oder nicht. 42 deutsche Handelsunternehmen und Getränkehersteller gaben eine "freiwillige Selbstverpflichtung" ab.

Die Getränkehersteller versprechen, ihre Einweg-Pfandflaschen demnächst deutlicher zu kennzeichnen als bisher. Zu den Firmen, die sich der Initiative angeschlossen haben, gehören Branchengrößen wie die Coca-Cola GmbH, PepsiCo Deutschland, Gerolsteiner, Lidl, Netto, Penny, Aldi, Rewe sowie einige größere Brauereien. Insgesamt werde eine Marktabdeckung von 84 Prozent erreicht, teilten der Handelsverband HDE und die Verbände der Getränkeindustrie mit.

Die Teilnehmer der Initiative verpflichten sich, auf Einwegflaschen, für die Pfandpflicht besteht, künftig das Wort "Einweg" oder "Einwegpfand" aufzudrucken. Außerdem soll die Höhe des Pfandgeldes (25 Cent) auf der Verpackung stehen. Umweltverbände hatten in den vergangenen Jahren mehrfach die "irreführende Kennzeichnung" von Einweg-Pfandflaschen kritisiert. Ihren Recherchen zufolge verwechseln viele Verbraucher Einweg-Pfandflaschen mit umweltfreundlichen Mehrweg-Pfandflaschen.

Auf den Einweg-Pfandflaschen findet man bisher nur das Logo der Deutschen Pfand-System GmbH. Meist steht auch noch irgendwo "Pfandflasche" auf dem Etikett. Doch viele Verbraucher kennen das Logo nicht und verwechseln "Pfand" mit "Mehrweg". Eine Umfrage zeigte 2014, dass jeder zweite Bundesbürger Schwierigkeiten hat, Mehrweg- und Einwegflaschen voneinander zu unterscheiden.

Mehrweg ist in jedem Fall umweltfreundlicher als Einweg. Das Ökoranking der verschiedenen Getränkeverpackung ist eindeutig. Am besten schneiden Mehrwegflaschen aus PET ab, mit einem allerdings nur sehr knappen Vorsprung vor den Mehrweg-Glasflaschen. Denn die Glasflaschen sind zwar schwerer, weshalb man für ihren Transport mehr Energie benötigt. Dafür können Glasflaschen aber bis zu 50 Mal neu befüllt werden, während bei den PET-Flaschen in der Regel nach 15 Befüllungen Schluss ist. Einwegflaschen aus Plastik landen im Ökoranking auf dem vierten Platz. Noch schlechter schneiden nur Dosen und Einwegflaschen aus Glas ab.

dpa

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