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Diese Verträge sollte jeder haben

Geldanlagen/ Versicherungen Diese Verträge sollte jeder haben

Für Verbraucher sind die unzähligen Angebote an Finanz- und Versicherunsprodukten oft unüberschaubar. Sinnvoll klingen sie alle, doch welche braucht man wirklich?

Discountzertifikate, Banksparplan, Zahnersatz- oder Handypolice: Der Dschungel der Finanz- und Versicherungsprodukte wird immer dichter. Doch die meisten Verbraucher brauchen solche Angebote überhaupt nicht, denn für die finanzielle Grundversorgung und den wesentlichen Versicherungsschutz reichen wenige Basisprodukte aus. Über diese sollte aber jeder verfügen.

„Basisprodukte sind Produkte, die jeder braucht, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben“, erklärt Achim Tiffe, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Finanzdienstleistungen in Hamburg. „Sie müssen nicht nur für jeden zugänglich, sondern auch erschwinglich sein und grundlegende Funktionen erfüllen.“

Dies gilt auch für Finanzprodukte, allen voran das Girokonto. Nur mit einem solchen Konto kann man schließlich Geld überweisen, am Lastschriftverfahren teilnehmen und Bares am Automaten abheben. Wie grundlegend es ist, merken Verbraucher erst, wenn sie keines mehr haben. „Es gab Fälle, in denen mussten Kunden sich ihr Arbeitslosengeld auf das Konto von Angehörigen überweisen lassen, weil ihr eigenes Konto von der Bank gekündigt worden war“, erzählt Tiffe. Denn auch Behörden zahlen selten bar. Doch welche Produkte sind neben einem Girokonto noch grundlegend?

Geldanlage: Tagesgeldkonto, Festgeld oder Sparbuch – ein wenig Geld sollte jeder auf der hohen Kante haben. Wo dieser finanzielle Puffer angelegt wird, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. „Ein Tagesgeldkonto ist zwar von den Zinssätzen her meist attraktiver“, sagt Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt. „Allerdings kann man diese oft nur im Internet abschließen.“ Manch ein Verbraucher ohne Internetzugang setze daher möglicherweise lieber auf das herkömmliche Sparbuch. Doch egal für welche Variante man sich entscheidet, einige Voraussetzungen sollten erfüllt sein: „Das Geld muss über die Einlagensicherung abgesichert sein, und es sollte derzeit mindestens 1,5 Prozent Zinsen bringen“, sagt Roland Aulitzky von der Stiftung Warentest in Berlin. Laut FMH gibt es bei Tagesgeldkonten derzeit bis zu 3,33 Prozent Zinsen. Für 5000 Euro Festgeld mit einer Laufzeit von zwölf Monaten bekommt man bis zu 2,8 Prozent Zinsen.

Altersvorsorge: Auch die private Vorsorge für den Ruhestand gehört mittlerweile zum Bereich der Basisprodukte. „Die gesetzliche Rente deckt nur den Grundbedarf ab“, sagt Aulitzky. „Um das finanzielle Niveau zu halten, braucht man eine zusätzliche Absicherung.“ Doch wie soll die private Vorsorge aussehen? „Ein Merkmal von Basisprodukten ist, dass sie uneingeschränkt empfehlenswert sind“, sagt Tiffe. Aulitzky empfiehlt vor allem staatlich geförderte Produkte, etwa Riester- oder Rürup-Rentenverträge. Allerdings müssten Kunden hier vor dem Abschluss nicht nur die Konditionen gut vergleichen.

Berufsunfähigkeit: Neben der Altersvorsorge sollten Berufstätige auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben. „Das ist eigentlich unverzichtbar“, sagt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, fällt in ein tiefes finanzielles Loch, denn die staatliche Unterstützung ist gering. Die Verträge sollten möglichst früh abgeschlossen werden. „Wer sich erst mit 40 darum kümmert, hat vielleicht schon Vorerkrankungen.“ Und das macht die Verträge teurer. Die Vertragslaufzeit sollte bis zum Ende des Erwerbslebens reichen.

Haftpflichtversicherung: Grundlegend ist auch eine Haftpflichtversicherung. „Wenn ich jemandem schweren Schaden zufüge, bin ich zu Schadensersatz verpflichtet“, sagt Thorsten Rudnik. „Das kann in die Millionen gehen.“ Solche Policen seien zudem eine Art Rechtsschutzversicherung, denn sie würden unberechtigte Ansprüche abwehren.

Frank Zielke

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