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Immobilien als solide Geldanlage

Sichere Investitionen in die Zukunft Immobilien als solide Geldanlage

Immobilien gelten weiterhin als solide Geldanlage und optimale Altersversorgung. Bei der Wahl des perfekten Objektes und entsprechender Finanzierung gibt es einiges zu beachten.

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Mit einer Immobilie lässt sich gut fürs Alter vorsorgen. Wer nicht selbst darin wohnt, sondern sie als Anlageobjekt vermietet, sollte einige Kriterien beim Kauf beachten.

Quelle: iStockphoto.com/Pamela Moore

Die Zinsen am Kapitalmarkt bewegen sich weiterhin auf historischen Tiefs und die Möglichkeiten zu einer tatsächlich gewinnbringenden Geldanlage scheinen rar. Gleichzeitig ist ein enormer und vor allem kontinuierlicher Preisanstieg bei den Immobilien zu beobachten. Gründe genug für zahlreiche Anleger, wieder verstärkt in Wohnungen und Häuser zu investieren, anstatt auf das eher spekulative Geschäft mit Wertpapieren oder Fonds zu setzen. Denn grundsätzlich gilt „Betongold“ als krisenresistent und solide und verspricht im Vergleich zu vielen klassischen Anlageformen eine deutlich höhere Rendite. Dennoch sollte der Kauf keinesfalls vorschnell oder unüberlegt vonstattengehen, denn es gibt viel zu beachten - vor allem dann, wenn geplant ist, die Immobilie nicht selbst zu nutzen, sondern zu vermieten. Schließlich werden Haus- und Wohnungsbesitzer mit Kauf und Vermietung allein nicht reich. Sie müssen regelmäßig Geld investieren, um den Wert ihrer Immobilie zu erhalten. Auch müssen Anleger bei der Anschaffung beachten, dass Mieten sinken oder sogar komplett ausfallen können, wenn den Bewohnern plötzlich das Geld ausgeht oder bei einem Auszug Nachmieter aufgrund eines unattraktiven Umfelds einfach nicht zu finden sind.

Lage hat entscheidenden Einfluss

Daher sollte die Lage der Immobilie bei der Kaufentscheidung ganz bedeutenden Einfluss haben. Denn je attraktiver deren Lage, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch erfolgreich und gewinnbringend vermietet werden kann. Wobei selbst in boomenden Cities längst nicht jede teure Immobilie automatisch eine sichere Geldanlage sein muss. Im Gegenteil. „Wer eine Eigentumswohnung kauft, der sollte sich vorher unbedingt genauer in der Umgebung umschauen“, empfiehlt Diplom-Ingenieurin Sandra Queißer vom Verband Privater Bauherren (VPD). Denn schon seit längerem sei zu beobachten, dass sich insbesondere private Investoren von auswärts, die die Immobilie ausschließlich zur Vermietung anschaffen wollen, vorrangig auf Prospekte verlassen und einfach aus Unkenntnis teilweise teure Immobilien in schlechten Lagen kaufen. „Ein hoher Preis in schlechter Lage bringt aber keine Rendite“, weiß sie. Dabei sei genau das aber das Ziel der meisten Anleger.

Überprüfung der Bausubstanz

Eine gute Lage für eine Immobilie ist meist daran erkennbar, dass die Menschen sich vor Ort wohlfühlen und gern dort leben. Zum Beispiel wegen der attraktiven Einkaufsmöglichkeiten in direkter Nähe, dem Anschluss an den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV), Autobahnanschlüsse, dem Kindergarten und Schulen vor Ort – kurzum: die gesamte Infrastruktur sollte stimmen und Entwicklungspotenzial bieten.

Außerdem sollte bei Gebrauchtimmobilien die Bausubstanz genau unter die Lupe genommen werden. Und dazu zählt nicht allein die Wohnung, die gekauft werden soll, sondern das gesamte dazugehörige Haus. Angefangen beim Treppenhaus inklusive Hauseingang reicht der Check vom Keller bis zum Dach. Auch sollten die potenziellen Käufer sämtliche Informationen zum Baujahr des Hauses, letzte Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen  sowie Betriebskosten einholen und Protokolle der jüngsten Eigentümerversammlungen einsehen, um zu überprüfen, ob es vielleicht (versteckte) Mängel gibt, die dringend behoben werden müssen und viel Geld kosten könnten. Die von der Eigentümergemeinschaft zu bildende Instandsetzungsrücklage gibt wichtige Hinweise darauf, ob Reserven für außergewöhnliche Baumaßnahmen in ausreichender Höhe gebildet worden sind.

Nicht an Belastungsgrenze gehen

In Sachen Finanzierung sollten Käufer keinesfalls an die Belastungsgrenze ihres Einkommens gehen. Schließlich läuft es beruflich nicht immer zwangsläufig rund: Unternehmen können in wirtschaftliche Schieflagen geraten, die betriebsbedingte Kündigungen nach sich ziehen, und Selbstständige schwimmen nicht automatisch ein Leben lang auf der Erfolgswelle mit. Es gibt Höhen und Tiefen, die erhebliche finanzielle Auswirkungen haben können, die den Traum von der gewinnbringenden  Immobilie schnell zum Albtraum werden lassen können. Daher sollte die Finanzierung immer individuell auf die jeweiligen Lebensumstände und –situationen abgestimmt werden.

Empfehlenswert ist außerdem, dass Anleger beim Kauf mindestens 20 Prozent der Investitionssumme als Eigenkapital mitbringen und auch zusätzlich anfallende Kosten für Notar, Grundbucheintrag und Grunderwerbssteuer aus vorhandenen Mitteln finanzieren können. Denn auch wenn die Zinsen ohnehin schon niedrig sind: Sie werden umso niedriger, je kleiner der Kredit im Vergleich zum Immobilienpreis ist und je schneller er zurückgezahlt werden kann.

Kapitalreserven empfehlenswert

Darüber hinaus sollte in jedem Fall eine Kapitalreserve vorhanden sein, um für eventuelle Ausfälle der Mietzahlungen gewappnet zu sein und den monatlichen oder vierteljährlichen Kapitaldienst auch ohne Einnahmen bewältigen können. Denn ein Finanzierungskonzept aus Kredit, Mieteinnahmen und steuerlichen Vorteilen kann schnell zusammenbrechen, wenn der Mieter mit den monatlichen Zahlungen in Verzug gerät. Und genau das sollte bei dem Traum von der Immobilie als Geldanlage nicht passieren. Vielmehr sollte sie gerade beim Blick auf den monatlichen Kontoauszug auch langfristig schlichtweg Freude bereiten. Außerdem gilt, dass eine bezahlte Immobilie – egal, ob eigengenutzt oder vermietet – nach wie vor die beste Altersversorgung darstellt. 

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