Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Rente allein reicht im Alter oft nicht aus

Ratgeber Altersvorsorge Rente allein reicht im Alter oft nicht aus

Die Entwicklung der Renten ist eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Schon heute ist der Abstand zwischen Rente und einem angemessenen Alterseinkommen oft groß. Um die Lücke zu schließen, muss man sich rechtzeitig um das Thema Altersvorsorge kümmern.

Voriger Artikel
Gute Beratung für Altersvorsorge entscheidend
Nächster Artikel
Rente mit 67 rückt näher

Die durchschnittliche Rente beträgt im alten Bundesgebiet derzeit 1000 Euro bei Männern,
Frauen erhalten nur 600 Euro.

Über die Basis ihrer Altersvorsorge müssen sich Arbeitnehmer in Deutschland keine Gedanken machen: Sie müssen stets bei der gesetzlichen Rentenversicherung angemeldet sein, den Beitrag teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Beamte haben im Alter sogar eine Pension zu erwarten, ohne dass sie selbst dafür Beiträge zu entrichten hatten. Anders dagegen Selbstständige, Gewerbetreibende und Unternehmer: Sie müssen sich in der Regel eigenverantwortlich um ihre Altersvorsorge kümmern – und gerade in dieser Gruppe sind die Lücken in der Altersvorsorge nach Untersuchungen besonders groß.

Aber auch die Renten, die Arbeitnehmer zu erwarten haben, sind überschaubar. Derzeit beträgt in Westdeutschland die sogenannte Standardrente 1224 Euro. Dafür muss man aber 45 Jahre lang regelmäßig Beiträge in durchschnittlicher Höhe eingezahlt haben. Und ein gut verdienender Angestellter, der ebenfalls 45 Jahre lang ein Gehalt an oder oberhalb der Bemessungsgrenze (derzeit 5500 Euro monatlich) kassiert hat, kommt auf 2215 Euro. Dieser Fall dürfte jedoch nur extrem selten vorkommen. Die tatsächlich gezahlte Altersrente für langjährige Versicherte im alten Bundesgebiet beträgt derzeit im Durchschnitt für Männer nur rund 1000 Euro, für Frauen nicht einmal 600 Euro.

Bei diesen Zahlen ist zu bedenken, dass es sich um Bruttowerte handelt – davon werden also noch der Krankenversicherungsbeitrag von 8,2 Prozent und 1,95 Prozent (Kinderlose: 2,2 Prozent) für die Pflegeversicherung abgezogen. Und je nach Höhe der Rente, der sonstigen Einkünfte und des Zeitpunktes des Rentenbeginns wird eventuell auch noch Einkommensteuer fällig.

Wer genau wissen will, was er an Rente zu erwarten hat, sollte einen Blick in die Renteninformation werfen, die einmal jährlich den Versicherten zugesandt wird. Bei den Zukunftsaussagen handelt es sich aber nur um Prognosen. Niemand weiß heute genau, wie sich die Rentenzahlungen in den nächsten 20 oder 30 Jahren entwickeln. Ebenso wenig lässt sich die Geldentwertung vorhersagen – und diese entscheidet darüber, was die Rente wirklich wert ist.

Es ist also eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Klar ist jedoch so viel: Für die allermeisten Arbeitnehmer fällt die gesetzliche Rente erheblich niedriger aus als das Erwerbseinkommen. Das heißt nicht, dass die Differenz zwischen den beiden Werten vollständig durch private Vorsorge ausgeglichen werden muss. Häufig lassen sich im Alter bestimmte Ausgaben senken. Zum Beispiel brauchen Arbeitnehmerehepaare keine zwei Autos mehr, um zur Arbeit zu kommen. Auch sind die Kinder in der Regel aus dem Haus und verdienen schon ihr eigenes Geld.

Dennoch dürfte bei den meisten Menschen eine mehr oder weniger große Lücke zwischen der zu erwartenden gesetzlichen Rente und dem Einkommen klaffen, das man im Alter benötigt. Generelle Aussagen über die Größe dieser Lücke sind nicht möglich. Zum Beispiel müssen Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes Beiträge an die Versorgungsanstallt des Bundes und der Länder (VBL) zahlen und bekommen dafür später eine zusätzliche Rente.

Nicht wenige Ruheständler verfügen auch über ein schon abbezahltes Eigenheim oder eine Eigentumswohnung, sodass sie mietfrei wohnen können. Die ersparte Miete senkt natürlich auch den monatlichen Geldbedarf.

Und dann gibt es auch noch die Gruppe von Menschen, die dank Erbschaften oder großen Sparfleißes über eine gewisses Geld- oder Immobilienvermögen verfügen, um den Ruhestand mit Zinsen, Kapital- oder Mieterträgen aufzupolstern. Wer jedoch nicht in den eigenen vier Wänden lebt und im Alter im Wesentlichen nur die Zahlung der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwarten hat, muss sich rechtzeitig mit dem Thema Altersvorsorge befassen.

Die Deutsche Rentenversicherung bietet im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de umfangreiche Informationen zum Thema, darunter auch einen Rentenrechner, mit dem man sich die zu erwartende Rente ausrechnen kann.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Neue Regelaltersgrenze

Die Menschen werden im Durchschnitt immer älter. Der Gesetzgeber in Deutschland hat deshalb beschlossen, dass die Arbeitnehmer in Zukunft später in Rente gehen sollen. Die sogenannte Regelaltersgrenze steigt von derzeit 65 Jahren auf 67 Jahre – allerdings nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise.

mehr
Mehr aus Aktuelles

Aktienkurse regionaler Unternehmen

VOLKSWAGEN VZ 126,65 -0,86%
CONTINENTAL 191,42 -0,26%
TUI 14,49 -0,21%
SALZGITTER 36,04 -1,25%
HANNO. RÜCK 104,35 -0,22%
SYMRISE 61,02 -0,61%
TALANX AG NA... 35,59 -0,75%
SARTORIUS AG... 84,06 -0,97%
CEWE STIFT.KGAA... 74,76 -1,52%
DELTICOM 14,97 +2,45%