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Streit um abgebrochene Abspeck-Kur - Anbieter verliert

Recht Streit um abgebrochene Abspeck-Kur - Anbieter verliert

Das Angebot an Diätkuren ist groß. Der Erfolg bleibt häufig ungewiss. In einem Fall hat ein Arzt seiner Patientin sogar dazu geraten, die Therapie abzubrechen. Der Dienstleister verlangte dennoch die Zahlung einer Teilsumme und zog vor Gericht.

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Homöopathische Spritzen können beim Abnehmen helfen. Eine Frau hatte eine solche Therapie jedoch abgebrochen und sollte eine Teilsumme der Kosten zahlen. Der Fall landete vor Gericht.

Quelle: Arno Burgi

Wuppertal. Im Streit um eine abgebrochene Abspeck-Kur hat ein klagender Therapie-Anbieter eine Niederlage vor Gericht einstecken müssen. Das Wuppertaler Landgericht wies eine Berufung des Franchise-Unternehmens für Diätmethoden ab.

Die Entscheidung ist nicht nur für das bundesweit tätige Unternehmen relevant, sondern auch für andere Diätspezialisten. Die Firma war vor Gericht gezogen, weil eine Frau auf den Rat ihres Arztes hin ihre Therapie fristlos hatte kündigen wollen. In erster Instanz war die Solingerin zur Zahlung einer Teilsumme von 600 Euro verurteilt worden. Nicht genug, meinte der Therapie-Anbieter - und legte Berufung ein (Az.: 9 S 262/15).

Die Zivilkammer des Landgerichts stufte die Therapie mit homöopathische Spritzen allerdings als eine Dienstleistung höherer Art ein. Bei diesen gebe es ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen dem Kunden und dem Anbieter. Damit einher gehe ein außerordentliches, also fristloses Kündigungsrecht.

Das klagende Franchise-Unternehmen aus Solingen kann gegen die Entscheidung Revision einlegen. Dann könnte der Fall den Bundesgerichtshof in Karlsruhe beschäftigen.

dpa

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