Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Versicherung darf Bargeld-Ersatz nach Einbruch begrenzen

Verbraucher Versicherung darf Bargeld-Ersatz nach Einbruch begrenzen

Wer zu Hause Bargeld hortet, sollte es besser in einem Tresor aufbewahren. Denn: Ist das Geld nicht sicher, bekommt man nach einem Einbruch möglicherweise nicht alles von der Versicherung zurück.

Voriger Artikel
Bitcoin teurer als Gold: Was steckt dahinter?
Nächster Artikel
Neue EU-Regeln im Zahlungsverkehr: Was sie bedeuten

Wer zu Hause Bargeld aufbewahrt, sollte sich informieren, welchen Höchstbetrag die Hausratversicherung im Falle eines Einbruchdiebstahls ersetzt.

Quelle: Nicolas Armer/Symbolbild

Oldenburg. Eine Hausratversicherung ersetzt nach einem Einbruchdiebstahl in der Regel auch gestohlene Bargeldbeträge. Dabei ist es zulässig, wenn die Versicherung eine Höchstgrenze festlegt, bis zu der sie gestohlenes Geld ersetzt, das nicht in einem Tresor aufbewahrt wurde.

Auf eine entsprechende Klausel muss sie Kunden beim Vertragsschluss nicht unbedingt gesondert hinweisen, befand das

Oberlandesgericht Oldenburg (Az.: 5 U 162/16), wie die "Neue juristische Wochenschrift" berichtet. In dem verhandelten Fall hatte ein Restaurantbesitzer Trinkgelder aus dem Restaurantbetrieb in erheblicher Höhe zu Hause aufbewahrt. Das Bargeld war ihm bei einem Einbruch gestohlen worden. Er hatte den Schaden bei seiner Versicherung geltend gemacht. Diese wollte den Schaden aber nur bis zu einem Betrag von 1100 Euro ersetzen, weil das Geld nicht in einem Tresor aufbewahrt wurde. Der Versicherte wehrte sich dagegen: Diese Klausel sei überraschend und daher nicht wirksam. Die Versicherung hätte ihn bei Vertragsabschluss gesondert auf eine solche Klausel hinweisen müssen.

Vor Gericht hatte diese Argumentation keinen Erfolg: Die Versicherung treffe keine Hinweispflicht, befanden die Richter. Auch von einem Laien könne erwartet werden, dass er mit einer Begrenzung der Einstandspflicht der Versicherung für Bargeldbeträge rechnet, die nicht in einem Tresor aufbewahrt werden. Die Klausel sei daher nicht überraschend. Hinzu komme in diesem Fall, dass die Versicherung dem Versicherten im Rahmen eines zurückliegenden Schadens unter Hinweis auf diese Klausel bereits einmal nur einen gekürzten Bargeldbetrag ersetzt hatte. Der Mann kannte die Klausel also.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Aktienkurse regionaler Unternehmen

VOLKSWAGEN VZ 167,46 -0,38%
CONTINENTAL 213,83 -0,25%
TUI 14,94 +0,27%
SALZGITTER 43,94 -1,25%
HANNO. RÜCK 108,22 +0,21%
SYMRISE 71,34 -0,11%
TALANX AG NA... 34,26 -0,44%
SARTORIUS AG... 80,21 -0,46%
CEWE STIFT.KGAA... 79,64 +0,50%
DELTICOM 12,38 +0,10%