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Viele Versicherungen laufen nach dem Tode weiter

Erbe Viele Versicherungen laufen nach dem Tode weiter

Werden Häuser oder Autos vermacht, gehen auch die entsprechenden Versicherungen auf die Erben über. Das ist sinnvoll oder ärgerlich – je nach Versicherungssparte und Qualität der Police.

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Auch nach dem Tod des Kunden bleibt die Versicherung beim Haus, der Vertrag läuft weiter.

Quelle: dpa

Versicherungen sind zäh. Selbst wenn der Versicherungsnehmer gestorben ist, läuft sein Vertrag oft weiter. Darauf weist das Verbrauchermagazin „Finanztest“ hin. So gilt zum Beispiel bei der Wohngebäudeversicherung: Mit dem Tod des Kunden ist für die Versicherungsgesellschaft längst nicht alles aus, die Wohngebäudeversicherung bleibt beim Haus. Der Erbe hat allerdings nach seinem Eintrag ins Grundbuch einen Monat lang ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Das ist sinnvoll: Das Haus ist nach dem Tod des Versicherungsnehmers nicht ohne Schutz. Und die Erben sind nicht unnötig lange an einen Vertrag gebunden. Das Prinzip, dass die Versicherung bei der versicherten Sache bleibt, gilt auch für die Autohaftpflichtversicherung und für den Kaskoschutz. Solange beispielsweise die Enkelin das versicherte Fahrzeug ihres verstorbenen Großvaters behält und auch die Beiträge bezahlt, muss der Versicherer bei einem Unfall für den Schaden aufkommen.

Denn nicht der Versicherungsnehmer ist versichert, sondern der Wagen. Daran ändert sich auch nichts, wenn im Vertrag festgelegt ist, dass nur Personen über 25 Jahre mit dem Fahrzeug fahren dürfen. Baut die 20-jährige Enkelin einen Unfall, muss der Autoversicherer für den Schaden bezahlen. Die Versicherungsgesellschaft kann allerdings nachträglich einen erhöhten Versicherungsbeitrag verlangen.

Manche Versicherer fordern auch Strafzahlungen in Höhe des doppelten Jahresbeitrags. Versicherungen enden nur dann, wenn mit dem Tod der versicherten Person oder des Versicherungsnehmers auch das versicherte Risiko wegfällt. Nur wenn die Erben das Auto verkauft oder stillgelegt hätten, ­gäbe es das versicherte Risiko nicht mehr. Dann wäre der Versicherungsvertrag erloschen. Den für das Jahr zu viel gezahlten Beitrag be­kämen die Angehörigen zurück. Will die Enkelin, die erst seit zwei Jahren den Führerschein hat, das geerbte Auto auf ihren Namen versichern, kann sie den Rabatt des Großvaters für 40 Jahre unfallfreies Fahren nicht übernehmen. Sie kann ihn nur für den Zeitraum bekommen, in dem sie sich den Rabatt auch selbst hätte „erfahren“ können – also für zwei Jahre. Berufsunfähigkeitsversicherungen, Unfall-, Lebens- und private Krankenversiche­rung enden dagegen sofort, wenn die versicherte Person stirbt. In jedem Fall ist es wichtig, dass Erben oder Hinterbliebene die Versicherung schnell informieren.oh

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