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Wechsel der Lebensversicherung sollte gut überlegt sein

Altersvorsorge Wechsel der Lebensversicherung sollte gut überlegt sein

In einer Online-Umfrage der Zeitschrift „Finanztest“ waren nur knapp 20 Prozent von rund 600 Teilnehmern mit ihrer Lebensversicherung zufrieden. Ein Wechsel der Versicherung lohnt sich mehrere Jahre nach dem Abschluss jedoch selten.

Nächstes Jahr geht es wieder abwärts. Von jetzt noch 2,25 auf 1,75 Prozent sinkt der Garantiezins für Lebens- und Rentenversicherungen, die nach 2011 abgeschlossen werden. Auch die Überschüsse für laufende Verträge verringern sich seit Jahren branchenweit. Der Trend nach unten verunsichert viele Lebensversicherungskunden.

Ob klassisch verzinste Police oder Vertrag mit Fondsinvestment: Viele Kunden fragen sich zunehmend, ob sie überhaupt weiter Bei­träge einzahlen sollen. In einer Online-Umfrage der Zeitschrift „Finanztest“ waren nur knapp 20 Prozent von rund 600 Teilnehmern mit ihrem Vertrag­ ­zufrieden. Knapp ein Drittel plant, ihre Police zu ­ändern. Die meisten ­davon wollen künftig kein Geld mehr einzahlen. Viele von ihnen haben sogar vor, ihre Versicherung komplett zu kündigen.

Die Zeitschrift hat ermittelt, wie sich ein Kunde mit einer teuren Rentenversicherung stellt, wenn er nach zwei oder nach fünf Jahren Laufzeit zu einem günstigeren Anbieter wechselt. Ausgangspunkt war ein klassischer Vertrag bei der Barmenia. Die Barmenia hat sich bei Tests mehrfach als vergleichsweise teurer Anbieter erwiesen.

Für einen neuen Vertrag wurden klassische Rentenversicherungen des Direktanbieters Europa – ohne Außendienst – und der mit Außendienst arbeitenden Debeka herangezogen. Angebote dieser Unternehmen ­waren unter den drei Testsiegern im jüngsten Rentenversicherungstest.

Ergebnis: Läuft der alte Vertrag schon fünf Jahre, bringt ein Umstieg nichts mehr. Der Kunde hat die Abschlusskosten bei der Barmenia dann schon komplett bezahlt. Dieses Geld bekommt er nicht zurück. Außerdem gilt für den alten Vertrag aus dem Jahr 2006 noch ein Garantiezins von 2,75 Prozent. Für neue Verträge sind es überall nur 2,25 Prozent. Mit diesem Zins wird das Kundengeld verzinst, das nach Abzug der Kosten bleibt.

Anders geht die Rechnung nach nur zwei Vertragsjahren aus: Dann kann ein Umstieg von der teuren Barmenia noch rentabel sein. Eine 39-jährige Kundin, die kündigt und bei der Europa einen zwei Jahre ­kürzeren Vertrag, ebenfalls bis 67, abschließt, steht dort mit 165 Euro garantierter Rente im ­Monat trotz kürzerer Laufzeit am Ende minimal besser da. Mit der Debeka bleibt sie nur knapp hinter der Rente der Barmenia. Zusätzlich hat sie aber den Rückkaufswert von der Barmenia von rund 1600 Euro bei Kündigung nach zwei Jahren. Zahlt sie ihn ein, lohnt sich der Wechsel in beiden Fällen.

Gar keinen Sinn hat es nach Meinung von „Finanztest“, eine klassische Police aufzugeben, um eine fondsgebundene zu beginnen und umgekehrt. Die Produkte sind so unterschiedlich, dass eine Vergleichsrechnung von vornherein hinkt. Klassische Police heißt Sicherheit durch den Garantiezins, wenn auch auf niedrigem Niveau. Bei ungeförderten Fondspolicen kann dagegen am Ende weniger herauskommen, als der Sparer insgesamt einzahlte. Nur bei Riester-Verträgen sind auch mit Fonds mindestens die Einzahlungen und die staatlichen Zulagen zum Rentenbeginn garantiert.

ftd

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