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Witwen dürfen mehr hinzuverdienen

Hinterbliebenenrente Witwen dürfen mehr hinzuverdienen

Seit Juli 2011 gelten neue Regelungen für die Hinterbliebenenrente. Witwen, Witwer und Waisen dürfen jetzt ein wenig mehr dazuverdienen, übersteigendes Einkommen wird nur zu 40 Prozent an der Rente gekürzt.

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Für die Witwenrente gelten seit Juli 2011 höhere Freibeträge, es darf mehr dazuverdient werden.

Quelle: ash

Neben der jüngsten sparsamen Rentenerhöhung zum 1. Juli 2011, an der alle Rentner teilhaben, hält das Gesetz für Bezieher einer Hinterbliebenenrente eine weitere Verbesserung parat: Witwen, Witwer und Waisen können jetzt ein wenig mehr als vorher hinzuverdienen, ohne dass ihre Hinterbliebenenrente darunter leidet.

Die Grenzwerte erhöhen sich allerdings nur moderat:

  • Witwen und Witwer im Westen dürfen jetzt 725,21 Euro statt bislang 718,08 Euro monatlich dazuverdienen, im Osten 643,37 Euro statt bisher 637,03 Euro.
  • Für Waisenrentner im Westen steigt der Freibetrag von 478,72 Euro auf 483,47 Euro, im Osten von 424,69 Euro auf 428,91 Euro im Monat.
  • Für Witwen/Witwer mit Kindern, die noch erzogen werden, klettert der zusätzliche Freibetrag von 152,32 Euro auf 153,83 Euro pro Monat.

Übersteigendes Nettoeinkommen wird nicht in voller Höhe, sondern nur zu 40 Prozent an der Hinterbliebenenrente gekürzt. Errechnet wird das Nettoeinkommen in der Regel aus dem Vorjahr. Das Einkommen des laufenden Jahres ist zum Beispiel dann entscheidend, wenn es um wenigstens 10 Prozent niedriger ist.

Angerechnet wird (fast) alles, was neben der Hinterbliebenenrente an Einkommen bezogen worden ist beziehungsweise bezogen wird: Arbeitsverdienst, Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit, Miet- und Zinseinnahmen, ferner eine eigene Rente. Nicht berücksichtigt werden steuerfreie Einnahmen wie das Arbeitslosengeld II, vom Sozialamt gezahlte Grundsicherungsleistungen beziehungsweise Sozialhilfe.

Errechnet wird das anzusetzende Nettoeinkommen nicht individuell, sondern pauschal. Beispiel: Arbeitet eine Witwe noch und verdient 2000 Euro brutto im Monat, so gilt als zu berücksichtigendes Einkommen ein um 40 Prozent geringerer Betrag, demnach 1200 Euro. Davon wird der Freibetrag von (gerundet) 725 Euro abgezogen, ergibt 475 Euro. Dieser den Freibetrag übersteigende Betrag wird allerdings noch einmal um 60 Prozent gekürzt, also nur in Höhe von 40 Prozent angerechnet. Das ergibt in diesem Fall eine Rentenkürzung um (40 Prozent von 475 Euro =) 190 Euro pro Monat. Der Witwe verbleiben folglich neben ihrem Nettoeinkommen von ihrer Witwenrente, die zum Beispiel 690 Euro monatlich beträgt, 500 Euro.

Eigene Renten werden, bevor es zu einer Anrechnung kommt, um pauschal 13 Prozent (bei Rentenbeginn nach 2010 um 14 Prozent) gekürzt. Ist neben dem normalen Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag ein Zusatzbeitrag zu zahlen, so werden weitere 10 Prozent von der Rente abgezogen, bevor es ans Anrechnen geht.

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