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Die neue Moral Deutschlands

Neo-Ökologie Die neue Moral Deutschlands

Die Zeit von Strickpullovern, Geschmacklosigkeit und freudlosem Verzicht ist längst vorbei: Heute ist die Neo-Ökologie ein Mega-Trend. Es geht um ein neues, moralisches Konsumverhalten von Privatpersonen und die Anforderungen an Unternehmen.

Glas statt Plastik, verpackungsfreie Produkte - viele kleine Veränderungen können viel Helfen.

Quelle: iStockphoto.com/ipopbaChristian

Die Begriffe Umweltschutz und Nachhaltigkeit waren noch in den Achtzigerjahren in vielen Wirtschaftsbereichen negativ besetzt. Man dachte an Strickpullover und Handelshemmnisse, an Geschmacklosigkeit und freudlosen Verzicht. Das ist heute anders. Die Neo-Ökologie ist ein Mega-Trend dieser Zeit. Es geht um ein neues, moralisches Konsumverhalten der Menschen und die Anforderungen an Unternehmen, entsprechend zu handeln.

Es gibt Trends, die nur bis zum Sommerende reichen. Die Neo-Ökologie wird nicht so schnell verschwinden. In Zukunft wird es noch wichtiger werden für Unternehmen, nachhaltig zu produzieren. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Naturschutz und die Schonung von Ressourcen. Es fängt auch nicht erst bei der Verpackung an. Zwar kaufen heute viele Menschen Dinge, weil draußen etwas draufsteht. Doch heutige Transparenz durch (soziale) Medien entlarvt einfaches Greenwashing schnell. Umweltschutz, Ressourcenschonung, CO²-Einsparung, Corporate Social Responsibility – all diese Aspekte sind keine solitär zu betrachtenden Nischen, sondern längst Teil der Wertschöpfung in der Neo-Ökologie.

Nachhaltigkeit ist wichtig in allen Bereichen des wirtschaftlichen Handelns. Unternehmer müssen sich heute viele Fragen stellen: Welche Energie nutze ich? Wie weit sind die Transportwege? Wie effizient ist die Produktion? Inwieweit bin ich mit der Region verbunden? Wie nachhaltig produzieren meine Zulieferer? Wie gehe ich mit meinen Mitarbeitern um?

Manche Beobachter sprechen gar von einer ganz neuen Business-Moral, angetrieben von den Nachnachfolgern der Yuppies, den Lohas, die einen „Lifestyle of Health and Sustainability“ pflegen. Sie legen Wert auf Gesundheit und Nachhaltigkeit. Und sie bezahlen dafür. Weil auch viele Menschen aus der Mitte der Gesellschaft mittlerweile den Lohas folgen, hat der Mega-Trend Neo-Ökologie das Wirtschaftsmodell längst ein kleines Stück verschoben.

Nachhaltiges Konsumverhalten

1. Verpackungsfreie Produkte

Was nicht knistert, ist gesund. Diese etwas einfache Einkaufsformel lässt sich auch auf die Umweltbilanz anwenden. Äpfel müssen nicht in Plastik eingeschweißt sein. Das Plastik wird Müll oder landet als Mikroplastik in der Nahrungskette. Weniger ist hier mehr! In Hannover haben etwa in jüngster Zeit gleich zwei Geschäfte eröffnet, die verpackungsfreie Produkte verkaufen.

2. Energiesparend bauen

Ein Großteil der fossilen Ressourcen wird für Heizenergie verwendet. Deshalb können gut geplante Neubauten wichtige Energiesparer sein, durch moderne Fassaden oder Regelungstechnik. Noch besser ist es natürlich zu sanieren. Denn jeder Neubau verbraucht viele Ressourcen – auch das Land, auf dem er dann steht. 

3. Glas statt Plastik

Viele Plastikflaschen sind Einwegflaschen – also nach der Rückgabe Müll. Weichmacher können aus dem Material austreten und in die Nahrungskette gelangen. Laut EU-Kommission können sie Krebs auslösen, das Erbgut verändern und Unfruchtbarkeit verursachen. Außerdem schmecken Getränke aus Glasflaschen besser. 

4. Altgeräte zurückgeben

Drucker, Handys, Staubsauger, Kühlschränke: In Deutschland fallen pro Jahr etwa 720 000 Tonnen an Altgeräten an. Solche Geräte enthalten wertvolle Stoffe, die neu genutzt werden können. Außerdem können sie, einfach im Müll entsorgt, Schadstoffe freisetzen. Zudem gilt die Frage: Muss das wirklich weg? Denn jedes neue Gerät, so sparsam es auch ist, verbraucht in der Herstellung viele Rohstoffe, auch Wasser, und Energie. 

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Aktienkurse regionaler Unternehmen

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