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Schonend voran!

Schonend voran!

Die Stadt Hannover hat eigens ein Nachhaltigkeitsbüro eingerichtet, um entsprechende Projekte zu fördern und zu fordern. Die Landeshauptstadt schafft es mit ihrem Engagement unter die ersten drei der Großstädte in Deutschland.

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Aspekte der Nachhaltigkeit
Quelle: In puncto Nachhaltigkeit schafft es die Landeshauptstadt mit ihrem Engagement unter die ersten drei der Großstädte in Deutschland.

Es gibt wenige Begriffe, die mehr umfassen. Nimmt man Nachhaltigkeit ernst, ist der Anspruch enorm. Macht man es sich leicht, ist sie beliebig. Ressourcen zu schonen ist dabei nur der kleinste gemeinsame Nenner. Das betrifft die Umwelt schließlich genauso wie die nicht ganz unwichtige Ressource Geld, die Gesundheit genauso wie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Region. Um auf Dauer – eben nachhaltig – gute Lebensbedingungen sicherzustellen, ist all das nötig.

Die Ressourcen zu nutzen, ohne sie aufzubrauchen, ist also die Kunst. Für ein Unternehmen bedeutet das zum Beispiel auch, für steten Innovationsfluss zu sorgen, stabil finanziert zu sein und heute die Fachkräfte für morgen heranzuziehen. Diese wiederum haben eigene Anforderungen: Sie wollen dort leben, wo ihre Kinder eine gute Ausbildung finden und sie selbst neben der Arbeit auch Erholung.

Als das Umfrageinstitut Forsa erforschte, wie sich die Deutschen eine nachhaltigere Gestaltung der Welt vorstellen, waren die Prioritäten klar: Fast alle Befragten hielten ein gutes Bildungssystem für wichtig oder sehr wichtig. Es folgten mit ebenfalls sehr hohen Werten der Ausbau erneuerbarer Energien, der Abbau der Staatsverschuldung und eine umweltschonende Industrieproduktion. Die Beteiligung der Bürger an Großprojekten in ihrer Region erklärten drei von vier Befragten für wichtig oder sehr wichtig. Und in einer anderen Umfrage machten die Bürger ihren Regionalpolitikern klar, dass es hier nicht um Sonntagsreden geht: 62 Prozent erklärten, dass die Beachtung globaler Nachhaltigkeitsziele auf Landes- und Regionalebene „sehr wichtig“ sei.

In Hannover haben Stadt und Region die Signale schon vor vielen Jahren gehört. Ein wichtiger Auslöser war eine dieser UN-Konferenzen, von denen man immer glaubt, sie brächten nichts. Doch was schon 1992 in Rio als Fahrplan der ganzen Welt ins 21. Jahrhundert festgelegt wurde – die „Agenda 21“ – schlägt sich bis heute in konkreter Politik nieder.

Die Stadt Hannover hat eigens ein Nachhaltigkeitsbüro eingerichtet, in der Region treibt die Klimaschutzleitstelle die „Regionale Agenda 2030“ voran. Lohn des Engagements: Beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis schaffte es Hannover unter den Großstädten im vergangenen Jahr unter die ersten drei. In ihrer Begründung hob die Jury hervor, dass die Hannoveraner „Nachhaltigkeit leben“ und fand Beispiele vom autofreien Sonntag bis zur Artenvielfalt. Sie hätte die Liste von der Wirtschaftsinitiative Ökoprofit bis zum Ausbau des Radwegenetzes erweitern können, von der Klima-Allianz bis zum Schulbiologiezentrum. Aber die Liste wäre wohl zu lang geworden. Als die Stadt für ihre Broschüre „Hannover auf dem Weg zur Nachhaltigkeit“ alles Einschlägige zusammentrug, kam ein mittleres Buch mit 100 Seiten heraus.

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