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Schon kleine Veränderungen helfen

Ressourcen schonen Schon kleine Veränderungen helfen

Fair gehandelter Tee und LED-Technik: Stadt und Region Hannover setzen auf einen ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt. Bis 2025 sollen die Treibhausgase um 95 Prozent reduziert werden.

Sparsame LED-Technik - ein wichtiger Aspekt beim Thema Nachhaltigkeit.

Quelle: Christian Behrens

Wer nachhaltig handeln will, muss Nachhaltigkeit zunächst einmal für sich definieren. Bei der Stadt Hannover lehne man sich dabei an den Begriff an, den die Brundtland-Kommission in den Achtzigerjahren entwickelt hat, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Das Wachstum von heute dürfe die natürlichen Lebensgrundlagen und die wirtschaftlichen Wachstumsmöglichkeiten für künftige Generationen nicht gefährden. Gleichzeitig müsse das Handeln sozial gerechte Produktionsweisen und nachhaltige Konsummuster befördern und die nachhaltige Entwicklung in der Einen Welt unterstützen – danach will die Stadt Hannover handeln.

Nach dem Verständnis der Region Hannover ist Nachhaltigkeit „ein ressourcenschonender Umgang mit unserer Umwelt – immer unter Berücksichtigung sozialer und wirtschaftlicher Aspekte“. Nachhaltiges Handeln gehört bei der Region zu den sieben übergeordneten strategischen Zielen. Ein Element sei das Anstoßen und Fördern nachhaltiger Projekte über die Klimaschutzleitstelle und die Klimaschutzagentur. „Unser gesamtes Handeln ist auf Nachhaltigkeit angelegt – unabhängig von der jeweiligen Fachaufgabe“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau.

Was in diesen Auszügen von Definitionen noch recht allgemein klingt, ist in der Verwaltung von Stadt und Region längst zu einem zentralen Handlungsfeld geworden. Mit dem Masterplan „100 % für den Klimaschutz“ haben Stadt und Region Hannover beschlossen, bis zum Jahr 2050 die Treibhausgase um 95 Prozent zu reduzieren und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent zu senken. Als Maßstab gelten hier die Daten aus dem Jahr 1990. In diesem Projekt entwickelt die Stadt gerade ein Konzept für eine klimaneutrale Stadtverwaltung. Der Rat der Landeshauptstadt hat zudem gerade die Umsetzung der 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung mit 17 Nachhaltigkeitszielen beschlossen. Die für die Nachhaltigkeit bei der Landeshauptstadt zuständige Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette sagt dazu: „Die Sicherung einer nachhaltigen Energieversorgung, die Anpassung an den Klimawandel, der Aufbau einer belastbaren Infrastruktur, die Förderung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums mit einer menschenwürdigen Arbeit für alle und die Bildungsarbeit zu nachhaltigen Konsum- und Lebensstilen sind wichtige kommunale Handlungsfelder einer nachhaltigen Stadtentwicklung.“

Es sind aber auch die vermeintlich kleinen Dinge, die eine Verwaltung ändern kann. So werden etwa im hannoverschen Rathaus nur noch Kaffee, Tee, Trinkschokolade und Orangensaft aus fairem Handel ausgeschenkt. Die Region hat vor Kurzem einen Leitfaden erstellt, der Mitarbeitern hilft, den Gedanken der Nachhaltigkeit bei der Beschaffung von Dingen mit einzubeziehen – unabhängig davon, ob Büromaterial oder ein Dienstwagen gekauft wird. Auch bei Neubauten oder der energetischen Sanierung, etwa von Schulen in der Region, sei der Aspekt der Nachhaltigkeit wichtig und werde beispielsweise mit dem Einbau sparsamer LED-Technik umgesetzt.

Es gibt in Stadt und Region zahlreiche Programme zur Nachhaltigkeit. Dazu gehört etwa die lokale Agenda 21, eine schon 1995 beschlossene Umsetzung der Ziele der 1992er Konferenz in Rio de Janeiro. Dabei geht es, kurz gesagt, um eine gerechte und nachhaltige Gestaltung der Globalisierung. Eine andere Plattform ist Ökoprofit Hannover, ein Kooperationsprojekt von Stadt, Region und lokalen Unternehmen. Zielsetzung ist ein ökologischeres Wirtschaften mit ökonomischem Gewinn. Aktuell sind in Hannover 45 Betriebe beteiligt, es gehört zu den größten Verbünden dieser Art in Deutschland.

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