Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Mehr wissen über digitalen Nachlass
Sparda-Bank Hannover

Vorsorgen Mehr wissen über digitalen Nachlass

Menschen gehen, Daten bleiben: Wie Internet-Nutzer sich besser schützen können.

Voriger Artikel
Der Nachlass ist mehr als das Vermögen
Nächster Artikel
Der Umgang mit dem digitalen Nachlass

An das digitale Erbe denken: Internetnutzer sollten sich rechtzeitig darum kümmern, dass eine vertrauenswürdige Person auf ihre Daten im Netz zugreifen kann.

Quelle: iStockphoto.com/dstaerk

Hannover. Ein Leben ohne Internet scheint nicht mehr vorstellbar. Erwachsene nutzen es sowieso, aber auch Jugendliche und Senioren. Die Menschen schreiben E-Mails, chatten in Echtzeit, kaufen online ein, laden Fotos von sich ins Netz. Sie registrieren sich auf Portalen und treffen sich in sozialen Netzwerken. Doch kaum jemand denkt an seinen digitalen Nachlass für den Fall, dass ihm etwas zustößt.

Verbraucherschützer plädieren dafür, sich mit dem Thema rechtzeitig zu befassen. Und schufen die Website www.machts-gut.de. Dort sind erstaunliche Fakten aufgelistet. Beispiele: Alle drei Minuten stirbt ein Facebook-Nutzer in Deutschland, ohne zu entscheiden, was mit geposteten Fotos, Inhalten oder Likes passieren soll. 47 Prozent der Internetnutzer führen ihre Konten online. Oder auch: „Du hast acht Verträge, die sich automatisch verlängern – vier davon, ohne von ihnen zu wissen.“ Was also ist zu tun? Die Theologin und Social Media-Expertin Birgit Janetzky weist auf einen wesentlichen Unterschied zwischen materiellen Hinterlassenschaften und digitalem Nachlass hin: „Erbschaft ist ein vermögensrechtlicher Begriff, der bei Zugangsdaten und Profilen in Social-Media nicht greift.“

Verwandte, die Passwörter oder Log-in-Daten des Hinterbliebenen nicht kennen, müssen sich gegenüber Website- und Portalbetreibern legitimieren. Und auch dann ist es nicht immer einfach, Löschungen vorzunehmen, Profile zu verwalten, den Status zu ändern oder vielleicht sogar aus finanziellen Verpflichtungen herauszukommen. Um vorzusorgen, gibt es mehrere Möglichkeiten: Man kann sämtliche Zugänge schriftlich hinterlegen und dieses Dokument für den Fall der Fälle einer vertrauenswürdigen Person aushändigen. Alternativ lässt sich eine Software nutzen, in der die Zugangsdaten wie in einem Safe gesichert sind. Das Masterpasswort wird für den Todesfall an den Bevollmächtigten ausgehändigt. Diese Regelungen können zum Beispiel in eine Vorsorgevollmacht integriert werden. Welcher Weg der beste ist, sollte jeder für sich herausfinden und überdenken. Und dann ist da noch die Frage, ob ein Teil von sich in der virtuellen Welt erhalten bleiben soll? Beispielsweise ein eigener Blog oder Bilder in einer Fotocommunity würden zum Vermächtnis für andere. Für manchen ist das vorstellbar, für andere wiederum gar nicht. Viele Fragen, zugegeben. Doch es gibt Antworten. Die gibt Birgit Janetzky am 26. Oktober in der Sparda-Bank in ihrem Vortrag zum Thema digitaler Nachlass.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE STIFT.KGAA... 81,65 -0,83%
CONTINENTAL 182,49 +0,26%
DELTICOM 17,76 -1,60%
HANNO. RÜCK 103,37 +0,17%
SALZGITTER 34,25 -2,47%
SARTORIUS AG... 70,18 +2,42%
SYMRISE 57,93 +3,89%
TALANX AG NA... 31,87 +1,04%
TUI 12,94 -1,36%
VOLKSWAGEN VZ 127,73 -0,29%
DAX
Chart
DAX 11.236,50 +0,29%
TecDAX 1.756,50 +0,18%
EUR/USD 1,0562 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation