Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 1 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
BFH: Vermieter können neue Einbauküche nicht sofort absetzen

Finanzen BFH: Vermieter können neue Einbauküche nicht sofort absetzen

Vermieter können Investitionen in ihre Objekte steuerlich geltend machen. Doch ob die Ausgaben sofort abziehbar sind oder über einen längeren Zeitraum abgeschrieben werden müssen, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Für Einbauküchen herrscht Klarheit.

Voriger Artikel
Kosten für das Schneeschieben von der Steuer absetzen
Nächster Artikel
BGH sagt Nein zu Steuervorteil für Karnevalsparty

Vermieter können in der Regel alle Kosten für eine Immobilie absetzen. Allerdings gilt das nicht für die Erneuerung der Einbauküchen.

Quelle: Andrea Warnecke

München. Vermieter können die Aufwendungen für die Erneuerung einer Einbauküche nicht mehr sofort als Werbungskosten geltend machen. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes (BFH) in München hervor.

Vielmehr müssen die Ausgaben über einen Zeitraum von zehn Jahren im Wege der Absetzungen für Abnutzung (AfA) abgeschrieben werden (Az.: IX R 14/15). Der BFH änderte damit seine bisherige Rechtsauffassung.

Im dem verhandelten Fall hatte der Kläger Einbauküchen in mehreren seiner Mietobjekte erneuert. Die entstandenen Aufwendungen wollte er als Erhaltungsaufwand sofort von seinen Einnahmen abziehen. Das Finanzamt ließ aber nur die Kosten für den Einbau von Herd und Spüle sowie für solche Elektrogeräte, deren Gesamtkosten die Grenze von 410 Euro nicht überstiegen, zum sofortigen Abzug zu. Die Aufwendungen für die Einbaumöbel verteilte das Finanzamt auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren. Dagegen klagte der Vermieter.

Ohne Erfolg: Der BFH wies die Klage ab. Zwar hatten die obersten Finanzrichter bisher die Auffassung vertreten, dass die in einer Einbauküche verbaute Spüle als Gebäudebestandteil anzusehen ist, und dass dies oft auch für den Küchenherd gilt. Allerdings hat sich aus Sicht des Gerichts das Verständnis des Begriffs der "wesentlichen Bestandteile" bei Wohngebäuden geändert. Demnach sind Spüle und Kochherd keine unselbstständigen Gebäudebestandteile mehr.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Steuer

Aktienkurse regionaler Unternehmen

VOLKSWAGEN VZ 144,40 +0,28%
CONTINENTAL 193,69 +0,50%
TUI 12,98 -0,37%
SALZGITTER 34,52 -0,27%
HANNO. RÜCK 107,72 -0,42%
SYMRISE 58,66 -0,43%
TALANX AG NA... 34,00 +0,22%
SARTORIUS AG... 71,24 +0,73%
CEWE STIFT.KGAA... 78,35 -0,23%
DELTICOM 17,02 -0,32%