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Dritte Generation, selbe Firma: Der Betriebsleiter setzt auf Tradition

Familienunternehmen Dritte Generation, selbe Firma: Der Betriebsleiter setzt auf Tradition

Jörg Seelmeyer hat es Großvater und Vater gleichgetan und bei der „Niedersächsischen“ sein berufliches Glück gefunden.

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Berufswahl aus Überzeugung: Jörg Seelmeyer führte zuerst einen Landwirtschaftsbetrieb, bevor er in die Fußstapfen seines Großvaters Herbert und seines Vaters Herbert trat. Bei der Niedersächsischen Wach- und Schliessgesellschaft/VSU hat er seine Bestimmung gefunden.

Quelle: Christian Behrens

Hannover. Jörg Seelmeyer ist stolz auf seine Geschichte. „Der Erste war mein Großvater“, sagt er und seine Augen leuchten. „Der Zweite war mein Vater. Der Dritte bin ich.“ Die Rede ist von drei Generationen der Seelmeyers in Diensten der Niedersächsischen Wach- und Schliessgesellschaft/VSU. Der Erste, der Großvater, hieß Herbert und war Schneidermeister. 1899 geboren, klassische Handwerkerausbildung, eigene Werkstatt. Aber die Zeiten waren nicht gut nach dem Krieg, die Kaufhäuser kamen und nahmen den Schneidern mit günstiger Kleidung die Aufträge weg. Herbert Seelmeyer senior musste sich nach neuer Arbeit umsehen. Und die fand er bei der „Niedersächsischen“. Natürlich mussten alle Mitarbeiter Uniform tragen. Und die Konfektionsware musste mitunter an die jeweiligen körperlichen Gegebenheiten angepasst werden. Dafür brauchte man einen Schneider - und das machte dann Herbert Seelmeyer.

„Das war der Einstieg“, sagt Jörg Seelmeyer und lacht. Denn sein Großvater begründete eine Familiendynastie. Zehn Jahre lang stand der Großvater noch in Diensten des Unternehmens. Und er brachte seinen Sohn in die Firma. Das war auch ein Herbert Seelmeyer, der Junior sozusagen. Ebenfalls gelernter Schneider. Auch er ließ das schwierige Geschäft mit Nadel und Faden hinter sich und tauschte dieses gegen eine krisensichere Beschäftigung bei der Niedersächsischen Wach- und Schliessgesellschaft/VSU.

Herbert Seelmeyer Junior

Quelle: Christian Behrens

Er wurde Revierfahrer - er hatte einen bestimmten, abgezirkelten Bereich zu beaufsichtigen, in dem er Streife fuhr und im Wesentlichen kontrollierte, ob alle Türen zu und alle Fenster heil waren bei den zu betreuenden Objekten. Und das erledigte er so zuverlässig und pflichtbewusst, dass die Firmenleitung auf ihn aufmerksam wurde. Schließlich wurde er Technischer Leiter, zuständig für die Koordination der Mitarbeiter im Funkpatrouillendienst. 23 Jahre lang arbeitete er für die „Niedersächsische“. Heute ist er 79 Jahre alt „und topfit“, sagt Sohn Jörg.

Jörg Seelmeyer machte, wie der Großvater und der Vater, erst mal einen Umweg. Zunächst absolvierte er eine landwirtschaftliche Ausbildung und führte den Familienbetrieb. Dann sattelte er um auf Verpackungstechniker. „War letztlich alles nichts“, sagt Jörg Seelmeyer - in einem Tonfall, als sei eigentlich vorbestimmt gewesen, wo er landen würde. 1987 war es so weit: Arbeitsantritt bei der Niedersächsischen Wach- und Schliessgesellschaft/VSU, Revierdienst.

„Ich bin ja als Aushilfe an den Start gegangen, habe anfangs gedacht, das mache ich nur für eine Übergangszeit“, erzählt Jörg Seelmeyer, jetzt ernst. „Dann habe ich schnell gemerkt: Das, was ich gelernt habe, füllt mich nicht wirklich aus. Aber dies hier“, er beschreibt einen Kreis mit der Hand, der die ganze Firma einschließt, „dies ist ein Arbeitsfeld, das mich persönlich fordert und weiterbringt.“

Jörg Seelmeyer hat damals weniger verdient als in seinem Ausbildungsberuf. Aber es hat ihn gereizt, bei der „Niedersächsischen“ weiterzukommen. „Klar hat eine Rolle gespielt, dass mein Vater da war“, sagt er. „Aber es war auch das Klima im Haus, die Umgangsformen, die Struktur.“ Er überlegt einen Moment. „Man spürt irgendwann, wo man hingehört.“

Im Grunde ging es dann schnell. 1992 wurde Jörg Seelmeyer Einsatzleiter, 1998 bekam er den Job als Technischer Leiter und beerbte damit seinen Vater. Dann absolvierte er berufsbegleitend eine Management-Ausbildung. Als er fertig war, erzählte er es seinem Chef. Und der kam anschließend in Jörg Seelmeyers Büro und teilte ihm mit: Die Firma werde alle Kosten der Weiterbildung übernehmen. „Als er raus war, habe ich auf dem Tisch getanzt“, sagt Jörg Seelmeyer. Und lacht wieder. Seit dem Jahr 2000 ist er Betriebsleiter. Und nur ganz nebenbei sei erwähnt: Auch Geschwister von Jörg Seelmeyer haben die „Niedersächsische“ schätzen gelernt und sind dort tätig.

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