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Genuss & Leben Ein Traum in Gelb
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15:41 10.02.2017
Die Schöne trägt beim Tanz mit dem Biest gelb. Quelle: Disney
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Alle lieben „La La Land“, der Film wird derzeit mit Preisen überhäuft. Das Musical zitiert in bunten Farben aufs Liebevollste die Technicolor-Filme der Vierziger- und Fünfzigerjahre, mithin die vermeintlich gute, alte Zeit – Eskapismus made in Hollywood. Auch Mode spielt eine große Rolle in dem bittersüßen Liebesfilm. Selbst wer ihn nicht gesehen hat, kennt vermutlich Emma Stones knielanges, kanariengelbes Kleid mit handgemalten, zarten Blumen – denn in diesem ist sie auch auf den Filmplakaten zu sehen.

Kostümdesignerin Mary Zophres und Regisseur Damien Chazelle haben den Einsatz der Farben in „La La Land“ miteinander abgestimmt. Geradezu leitmotivisch tauchen immer wieder gelbe Kleider im Film auf. Bereits in der ersten Szene tanzen mehrere, temperamentvolle Frauen in leuchtend gelben Kleidern über im Stau stehende Autos hinweg. Passend dazu der Song „Another Day of Sun“ – in etwa „Ein weiterer sonniger Tag“.

Kleider in knalligen Farben feierten bereits vor der Premiere von „La La Land“ ihr Comeback. Beyoncé schlug in ihrem gefeierten Video zu „Lemonade“ im vergangenen Sommer in einem sonnengelben Rüschenkleid von Roberto Cavalli mit einem Baseballschläger in der Hand Autoscheiben kaputt. Gelb stand hier für Kraft, Selbstbewusstsein und ungezähmte Weiblichkeit.

In Kanariengelb: Emma Stone im Film „La La Land“. Quelle: Lionsgate

Nun gibt „La La Land“ dem Trend zum Gelb noch einmal neuen Schwung. Hauptdarstellerin Emma Stone ist die Farbe bei den Dreharbeiten so ans Herz gewachsen, dass sie gleich mehrere Rote-Teppich-Auftritte in gelben Abendkleidern absolvierte. Andere Stars und Sternchen haben es ihr gleichgetan – zuletzt bei der Verleihung der Golden Globes, als Maisie Williams, Viola Davis, Natalie Portman und Reese Witherspoon elegante, gelbe Kleider trugen. Und Hollywood wird nicht so bald damit aufhören, in dieser Farbe zu feiern. Denn schon bald wird sich Emma Watson in die „Schöne und das Biest“ auf den Kinoleinwänden in einem gelben Prinzessinenkleid an Dan Stevens schmiegen.

Auch für Designer bleibt die Farbe ein Thema. So waren auf der Berliner Fashion Week und den Haute-Couture-Schauen in Paris jüngst fröhlich stimmende Farbtöne präsent. Giorgio Armani beispielsweise zeigte in Paris orangefarbene Abendkleider und Rüschenblusen, goldgelbe Jäckchen sowie glänzende Hosen. Kenzo präsentierte gelb geblümte Mäntel.

Doch lässt sich allein durch die Wahl der Kleidung tatsächlich die Stimmung heben? Für die britische Psychologin und Modeexpertin Carolyn Mair ist eine Farbe an sich nicht ausschlaggebend, wie sie dem „Guardian“ sagte. Für entscheidender hält Mair, dass der Träger an die positive Wirkung einer Farbe glaubt – und diese müsse nicht gelb, sondern könne je nach Persönlichkeit auch schwarz sein. Coco Chanel hat es einmal so ausgedrückt: „Die beste Farbe auf der ganzen Welt ist die, die gut an dir aussieht

Von Christiane Eickmann

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