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Socken, Schlips und Schokolade

Geschenkeklassiker mal anders Socken, Schlips und Schokolade

Geschenkeklassiker müssen nicht zwangsläufig dröge sein: Mit Witz und Esprit interpretiert werden sie für Beschenkte zu echten Glücklichmachern.

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Socken, Schlips und Süssigkeiten: Auch Klassiker können für Freude beim Fest sorgen.

Quelle: iStock
Immer der Nase nach
Duftklassiker und Neuentdeckungen

Es muss nicht immer "Chanel No. 5" sein: Edle Duftgeschenke sind etwa "Nasengold G.", "Aqua di Parma Colonia" oder "Molecule 01".

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Für Stilsichere:
Früher waren es austauschbare Allerweltsdüfte wie "Chanel No. 5" (für die Gattin) oder "Echt Kölnisch Wasser" (für die Schwiegermutter), die mancher Mann in Ermangelung originellerer Geschenkideen unter den Weihnachtsbaum legte. Wenn es schon Parfüm sein muss: Im Zeitalter geschlechterübergreifender Emanzipation darf es hingegen das Unisex-Parfüm einer Nischenmaufaktur sein, etwa das "Nasengold G." des Hamburger Parfümeurs Christian Plesch. Eine frische, ihr und ihm gleichermaßen schmeichelnde Komposition aus Grapefruit, rosa Pfeffer, Ingwer und Limette in der Kopfnote, Rose, Orangenblüte und arabischem Jasmin in der Herznote sowie Zeder, Patschuli, Kakao und Leder im Fond (100 ml für 120 Euro).

Für Minimalisten:
Der Berliner Parfümeur Geza Schön gilt als Genie unter den Duftschöpfern. Mit "Molecule 01" gelang ihm tatsächlich ein Geniestreich: Ein Parfüm, basierend auf nur einem einzigen Duftmolekül namens Iso E Super. Für sie und ihn. Riecht samtig, warm und dezent holzig (100 ml für 115 Euro).

Für Traditionalisten:
Frisch, dezent würzig und ein ganz klein wenig blumig präsentiert sich "Acqua di Parma Colonia" als elegante, gleichwohl unkomplizierte Kölnisch-Wasser-Variante. Schon Cary Grant und Audrey Hepburn schätzten den 1916 kreierten Klassiker – George Clooney wiederum gehört zu den zeitgenössischen Liebhabern der Duftkomposition (100 ml um 70 Euro).   
dab

Grüße an die Füße
Warme Winterfüße zum Verschenken

Warme Füße für Sportler, Kinder und Luxusliebhaber: "Night Running Kompressionssocken" von CEP, Edelsocken aus Vikunjawolle von Falke und Söckchen in Tieroptik von Joules.

Quelle: Hersteller

Für Luxusliebhaber:
Designer haben Socken als neues Lieblingsaccessoire entdeckt. Bei dreiviertellangen Hosen- und Röcken auf den Laufstegen ist es schließlich auch wichtig, worin Fuß und Knöchel gehüllt sind. Wer ein wenig Luxus verschenken möchte, wählt am besten ein Paar aus Kaschmir oder Seide. Ein Paar Herrensocken aus reiner Seide gibt es zum Beispiel beim Schweizer Traditionshaus Zimmerli ab 33 Euro. Passend zur festlichen Stimmung und Dekoration bietet der britische Hersteller Boden "Glitzernde Socken" im Vintage-Stil für 29 Euro das Paar. Die teuersten Socken der Welt gibt es bei Falke: 860 Euro kostet ein Paar aus peruanischer Vikunjawolle, das nur auf Anfrage exklusiv gefertigt und in einer Holzbox geliefert wird.

Für Sportler:
Wer im Winter joggt, möchte gesehen werden, wenn er bei einem Lauf in der Dämmerung die Straße überquert. Die "Night Running Kompressionssocken" von CEP (ab 49,90 Euro) leuchten daher neongrün und sind mit Reflektoren ausgestattet. Die Funktionssocken sollen außerdem die Durchblutung verbessern und gleichzeitig die Gelenke stabilisieren.

Für Kinder:
Bunt müssen sie sein und mit lustigen Drucken – dann freuen sich sogar die Kleinsten über Socken als Weihnachtsgeschenk. Von Joules gibt es gleich mehrere Paare aus Bambusfasern, Baumwolle und Elastan in Tieroptik (zum Beispiel mit Katzen- und Mäusegesicht), jeweils im Zweierpack für 7,90 Euro.     

ce

Schick mit Schlips
Schicke Schlipse, nicht nur für Männer

Für Bond-Fans, Trendbewusste und dank Ellen Page auch für Frauen: Krawatten und Accessoires von T.M. Lewin, Paul Smith und Asos.

Quelle: Hersteller

Für Anfänger:
Ellen Page hat es vorgemacht: Die US-Schauspielerin trägt aus Überzeugung Unisex-Kleidung. Zufällige Begleiterscheinung: Frauen auf der ganzen Welt wagen sich an die Krawatte. Einsteigermodelle für wenig Geld gibt es bei fast jedem Modefilialisten, der seine Kundschaft für das anstehende Weihnachtsfest rüsten möchte. Kostspieliger, aber auch ein bisschen edler ist zum Beispiel das Exemplar von Paul Smith (um 120 Euro). Und ja: Wer als Frau eine Krawatte kaufen möchte, muss das leider noch immer in der Herrenabteilung tun.

Für Bond-Fans:
Eigentlich hält diesen Job kein Outfit lange durch. Trotzdem sieht Daniel Craig als James Bond immer besonders gut aus, wenn er Anzug trägt. Im aktuellen Film "Spectre" zeigt sich Bond nicht nur in makellosem weißem Hemd und mit schwarzer Krawatte – der Binder wird zusätzlich mit einer Kragennadel (etwa von T.M. Lewin, um 30 Euro) fixiert. Dieses Schmuckstück hielt in früheren Zeiten die Kragenenden zusammenhalten – dann wurde es vergessen. Schade eigentlich.

Für alle:
Der deutsche Mann trennt sich ungern von Gewohnheiten, heißt es. Und wenn diese Annahme stimmt, trifft sie wohl am ehesten auf die Krawattenvorlieben zu. Dabei ist spätestens seit diesem Jahr alles erlaubt – von krawattenlos (Gianis Varoufakis) bis mehrfach verknotet (überall auf Youtube). Zurzeit raten Stilberater mal wieder zu Krawatten aus schmalem Strick in Dunkelrot – das ist edel, elegant und nicht zu schick (etwa von Asos, knapp 30 Euro).    

ds

Festtagsflaschen
Feine Tropfen mit oder ohne Alkohol

Es muss nicht immer Alkohol sein – aber wenn, dann bitte mit Stil: Edle Brände von Franz Wild, ausgefallene Säfte von der Obstkelterei Van Nahmen oder ein guter Champagner, etwa von Krug.

Quelle: Hersteller

Für Lebensfrohe:
Hochprozentiges ist nicht jedermanns Sache. Außerdem passt zu einem festlichen Weihnachtsabend ein prickelnder Champagner ohnehin besser. Champagner darf sich ein Schaumwein allerdings nur nennen, wenn er aus den Rebsorten Chardonnay, Pinot noir und Meunier gekeltert und nach der "Méthode champenoise" gefertigt wurde – also der Flaschengärung, die dem Schampus exquisite Feinperligkeit beschert. Zudem gelten strenge Standards schon im Weinberg, etwa in Bezug auf Ertragsmengen und die Güte des Leseguts, gleich ob für Supermarkt-Schampus oder die edlen Erzeugnisse aus Champagnerhäusern wie Krug, Dom Pérignon oder Veuve Clicquot. Angesichts durchgehend hoher Anforderungen verwundert es kaum, dass auch Diskounterware in Champagnertests oft gute Qualität attestiert wird.

Für Feingeister:
Der Herausforderung beim Brennen eines guten Obstlers liegt darin, die Aromenfülle vollreifer Früchte in die Spirituose "hinüberzuretten".  Die Schwarzwälder Familienbrennerei Franz Wild versteht diese Kunst aus dem Effeff – und hat neben diversen Apfel-, Birnen-, Pflaumen- und Aprikosenbränden auch Ausgefalleneres wie Kornelkirsche, Mispel und Vogelbeere im Sortiment (je nach Sorte etwa 17 bis 40 Euro je 0,7-Liter-Flasche).

Für Abstinenzler:
Flüssige Weihnachtsgaben müssen nicht alkoholhaltig sein, um etwas herzumachen. Das beweisen allein schon die stilvollen Etiketten, mit denen die Obstkelterei Van Nahmen ihre Saftflaschen schmückt. Die Produktpallette umfasst annähernd 30 Positionen, darunter Ausgefallenes wie Konstantinopeler Apfelquitte oder Waldheidelbeere (ab 4 Euro pro Flasche).   

dab

Heimchens Lieblinge
Hübsche Haushaltshelfer

Dekorativ statt dröge: Schickes für den Haushalt gibt es etwa bei Bosch, Riess oder Rosenstein & Söhne.

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Für Thermomix-Verächter:
Wer heute eine Küchenmaschine kauft, steht zunächst einmal vor der Frage: Thermomix ja oder nein? Das Produkt der Firma Vorwerk hat in den vergangenen Jahren Kultstatus erreicht. Es kann kochen, backen, dünsten und so viel mehr, dass sich Außenstehende fragen, ob man überhaupt noch etwas selbst dazu beitragen muss. Verkauft wird die Küchenmaschine wie die Staubsauger des Unternehmens zu eindrucksvollen Preisen. Wer sich also dagegen entscheidet, für den ist vielleicht dieses Gerät eine budgetfreundliche Alternative (Bosch MUM48R1, etwa 200 Euro).

Für Durstige:
Selbermachen ist das neue Kaufen. Das gilt auch für Veganer – oder Menschen, die ganz ohne ideologische Hintergründe auf den Geschmack von heißer Mandelmilch mit Honig gekommen sind: Dieses Küchengerät verwandelt Zutaten wie Nüsse, Haferflocken, Soja oder Mandeln in cremige Milch. Einfach reinschütten, Wasser und weitere Zutaten dazugeben, fertig. Sojamilchbereiter (Rosenstein & Söhne, ab 129 Euro).

Für Wertkonservative:
Omas Emailletöpfe hängen in den meisten Küchen nur noch als Dekoration an der Wand. Schade eigentlich, denn das Material ist eine Alternative zu dem in Verruf geratenen Aluminium. Das österreichische Unternehmen Riess hat sich auf die Neuauflage alter Töpfe spezialisiert. Einziger Nachteil: Emaille will gepflegt werden – und auch der Umgang mit dem Material muss ein bisschen behutsamer sein als mit anderen Töpfen. (Omelettepfanne von Riess, 20 Zentimeter Durchmesser, etwa 28 Euro).     

ds

Süße Sachen
Süsse Spezialitäten

Hände weg von Massenware: Schönere Geschenke kommen etwa aus der Schokoladenmanufaktur Åkesson’s, vom Lakritzexperten Johan Bülow oder von der französischen Chocolaterie Schuster’s.

Quelle: Hersteller

Für Feinschmecker:
Weihnachten ist ohnehin das Fest der Pfunde. Warum also nicht auch noch Schokolade verschenken? Wenn sie aus den üblichen Naschereien heraussticht, darf Schoki durchaus auf den Gabentisch. Soll heißen, mit einem x-beliebigen Schoko-Weihnachtsmann ist die Sache nicht getan. Besser, man verschenkt die beste Schokolade der Welt. Aktuell stammt der Goldmedaillengewinner aus der Londoner Manufaktur Åkesson’s: Die quadratische Tafel mit 75 prozentigem Kakaogehalt steckt voll feinster Criollo-Bohnen aus Madagaskar. Gourmets werden das exquisite, herb-süße Stück (60 g für 5,95 Euro) vergöttern, wer es peppiger oder milder mag, findet bei Åkesson’s auch Täfelchen mit Meersalz, rotem Pfeffer und weniger Kakaogehalt.

Für Schokoskeptiker:
Rumtrüffeln waren gestern. Jetzt greift man zu den schokoumhüllten Lakritzebällchen des Dänen Johan Bülow. Seine "Lakrids" gibt es mit weißer und dunkler Schokolade, mit salziger Karamellschokoladencreme, mit Mandeln, Minze, Himbeeren und Goldstaub (150 g für 8,50 Euro). Wer Lakritze mag, wird diese Schokolade lieben.

Für Pfiffige:
Auch Nutella-Süchtige lassen sich überraschen: Etwa mit einer Schokostreichcreme aus einer Schuhcremedose, wie sie die französische Chocolaterie Schuster’s verkauft. Haselnüsse aus dem Piemont treffen auf dunkle Schokolade aus Ecuador und Fleur de Sel aus der Bretagne. Ein Döschen (100 g für 6,30 Euro) kommt besser selten allein.  

hil

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