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Das fetzt urst!

Wortwahlliebe mit Imre Grimm Das fetzt urst!

Heidewitzka, ihr beflissenen Frauenzimmer und spitzbübischen Galane! Sapperlot, was für ein bonfortionöses Schurrimurri habt ihr mir da geschickt, ihr windigen Eintänzer und schnieken Muhmen!

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Auf die Straße!

Es geht doch nichts über eine schöne heiße Buchstabensuppe, außer vielleicht die Liebe zum ausgefallenen Vokabular.

Quelle: iStockphoto

Hannover. Da bat ich vergangene Woche mit Engelszungen ergebenst um Entsendung eines erklecklichen Batzens althergebrachter Lieblingswörter. Das Ergebnis fetzt urst! Es nimmt mich fürbass Wunder und ich fühle mich gebauchpinselt und gebumsfideldeit, was da alles hereinklabastert kam an knorke ausbaldowerten Kawenzmännern! Was für eine bumsfidele Leserschaft, die sich geradezu entleibte, um ihren jubilierenden Skribenten stante pede ins Futter zu setzen behufs seiner gediegenen Queste nach sprachlichem Krusch.

Barhäuptig neige ich mich in Anmut vor der erklecklichen Flut verbaler Posamenten, die ihr emsigen Vielliebchen und Haderlumpen mit sommerfrischlerischer Schnaftigkeit und ohne gleisnerisches Tamtam und fickeriges Kujonieren per Depesche schnacks aufs Gleis setztet. Mir ward ganz blümerant, sintemalen es sich die Lectores kommod sein ließen, auch solche Worte zu quinquilieren, die mich Lorbass und Pflaumenaugust in die Bredulje brachten, weil sie mir mitnichten bekannt waren und ob ihrer Schnuckeligkeit mit Gehirnvertüterung einhergingen.

Widerborstige, radebrechende Prahlhänse

Denn gänzlich neu war mir etwa das schnieke Wort “Pluppertrulle“ zur Verhohnepiepelung einer redseligen Wuchtbrumme, die Fraubasereien liebt und gern Maulaffen feilhält. Oder “Draschakel“ für eine dem Backfischalter entronnene, aufgedonnerte Zierhaubitze. Oder auch der in Harnisch geäußerte Satz, man lasse sich “doch von dem nicht kujonieren“, wenn es darum geht, Fisimatenten mit widerborstigen, radebrechenden Prahlhänsen zu vermeiden, die sich unbotmäßigerweise nicht entblöden, an mir ihr Mütchen kühlen zu wollen, bis es Maulschellen setzt. Hundsfott! Kanalje! Filou im Schemisett! Wenn wir uns in die Möte kommen! Ich hätte nicht übel Lust, hier Zank und Hader vom Zaun zu brechen, du rachullricher Spitzbube!

Fürwahr – ich fühle mich pudelwohl und kann abends leichten Herzens auf dem Pfühl in Morpheus’ Arme sinken angesichts der durablen Güte einer solchen Leserschaft! Die Liebe zum Wort feiert fröhliche Urständ’! Schisslaweng! Und schönes Wochenende.

Von Imre Grimm

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