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Der Weg ins Guinnessbuch

Wettkampftipps mit Uwe Janssen Der Weg ins Guinnessbuch

Warum nicht mal ins Guinnessbuch der Rekorde? Trotz Privatfernsehen ist es nach dem Ende von “Wetten, dass …?“ die einzig wirkliche Chance, als Vollnerd richtig einzuschlagen.

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Jeder kann in irgendetwas kompetent sein – das Guinnessbuch der Rekorde beweist es.

Quelle: Fotolia

Hannover. Wer im Guinnessbuch der Rekorde steht, ist auf höchstem Niveau seltsam, ein Sonder-Wonder mit spitzenmüßiger Nutzloskompetenz, ein Siegfreak aus Absurdistan. Fünf Meter lange Fingernägel? Meterhohe Stehfrisur? Applaus!

Man hat die Wahl: Man kann bestehende Rekorde brechen wie beispielsweise mehr als 11 466 Steine im Unterwasserdomino umwerfen. Oder als Fußballer 223 Millionen Euro Ablöse kosten. Oder eine mehr als 8,28 Kilo schwere Ananas ernten. Dann hat man den Titel.

Mehrfachrekord ist besser

Wenn man ihn nicht gleich wieder verlieren will, ist man mit einem Mehrfachrekord auf der sicheren Seite. Wenn Neymar in der dominikanischen Republik unter Wasser eine Neun-Kilo-Ananas erntet, muss er sich erst mal keine Sorgen machen. Und er sollte es schnell tun, bevor der Südfrucht-Weltverband das Ananas-Fairplay einführt.

Man kann sich natürlich auch eigene Rekorde ausdenken. Das ist manchmal gar nicht so schwer, Ideen können aus Alltagssituationen entstehen. Den Rekord im Flaschenwegbringen an einem Leergutautomaten, ohne von Wartenden verprügelt zu werden. So was. Oder die meisten roten Ampeln hintereinander auf einer Hauptverkehrsstraße mit angeblich grüner Welle in einer Großstadt.

1500 Flaschen Flens

Oder den größten Betrag, den man in einem deutschen Nordseeküstenort nicht mit Karte zahlen kann. Das sind vielleicht Rekorde, die schon aufgestellt, aber noch nicht im Guinnessbuch vermerkt sind. Vielleicht kann man sich irgendwann auch mit den meisten abgelehnten Rekordvorschlägen bei der Guinness-Jury bewerben.

Ist das Begehren erst anerkannt, schickt die Guinness-Jury einen Rekordrichter, der den Versuch überwacht. Das ist bei der vergeblichen Kartenzahlung in Ostfriesland kein Problem. Bei 1500 Flaschen Flens vor dem Leergutautomaten dagegen kann ein Rekordwächter an einem Sonnabendmorgen auch als Provokation aufgefasst werden und das Unterfangen erschweren.

Wenn es trotzdem klappt, kann man einen trinken gehen. Flens. Oder Guinness. In Ostfriesland: Bargeld nicht vergessen.

Von Uwe Janssen

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