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Dom-Rep? Kon-Rep!

Reiseplanung mit Uwe Janssen Dom-Rep? Kon-Rep!

Bordeaux, Boston, Bali: Alljährlich werden die Trend-Reiseziele des Jahres ausgerufen. Inzwischen dürfte so ziemlich alles zwischen der Südsee und den Shetland-Inseln dabei gewesen sein... oder doch nicht?

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Von Luft und Liebe

Malediven, Manila oder Madagaskar? Wer sich an die Trend-Reiseziele des Jahres hält, kommt ganz schön rum – auch an die entlegensten Ecken der Welt.

Quelle: Shutterstock

Hannover. Die Reisetrends für dieses Jahr: Bordeaux, Boston, Bali. Und der Kosovo. Sagen die einen Reiseexperten. Die anderen sagen Tallinn, Taiwan und Tadschikistan. Wieder andere sagen Kanada, Finnland, Kolumbien. Ganz anders, sagen die nächsten: Malta, Madeira, Dubai. Ergebnis: Die ganze Welt ist im Trend, man muss nur daran glauben.

Es gibt keinen Ort, der nicht im Trend ist, wenn man an einen untrendy Ort fährt, wird er automatisch trendy, weil jemand hingefahren ist. Abteilung unentdeckte Schätze, entlegene Orte, unbeflecktes Urlaubsparadies. Nowy Urengoi in Westsibirien zum Beispiel, das Zentrum der russischen Gasförderung. Da droht kein Massentourismus, und wenn man erst mal da ist, fällt der Abschied schwer, nicht nur wegen der fehlenden Verkehrsanbindung an das restliche Russland.

Urlaub machen, wo der Pfeffer wächst

Oder Französisch-Guayana, Hauptstadt Cayenne. Da, wo der Pfeffer wächst. Oder die Pitcairninseln im Südpazifik, 5000 Kilometer vom Festland entfernt. Rund 40 Einwohner, die meisten Nachfahren der Bounty-Meuterer. Obwohl es neuerdings Satellitentelefon und Internet gibt, ist die Bevölkerungsentwicklung rückläufig – wegen fehlender beruflicher Perspektiven, sagt der Bürgermeister. Also: Da sind Zimmer frei! Nix wie hin!

Beruhigend: Die Dominikanische Republik ist wieder im Kommen. Die war mal so trendy, dass man sie liebevoll Dom-Rep abgekürzt hat, wohingegen man sich zu Kon-Rep (Kongo), Vol-Rep (China) und der Zen-Rep in Zentralafrika nicht durchringen konnte, da muss noch am Tourismuskonzept gefeilt werden, genau wie bei Abenteuerurlauben in den unterschiedlichen Gangsta-Reps auf allen Kontinenten. In der Bun-Rep Deutschland ist nach wie vor Bayern vorn, auch Leipzig ist auf dem Vormarsch. Wie in der Bundesliga, das kann man sich merken.

Dark Side of the Moon

Und wem das alles noch nicht reicht: Elon Musk fragen. Der bringt Sie hinter den Mond, wenn das Kleingeld stimmt. Wenn ihrer elektrogetriebenen Rakete der Strom nicht ausgeht, sehen Sie auf der dunklen Seite einen Mondkrater namens Tesla, dann werden Sie einige Zusammenhänge dieser Welt besser verstehen.

Und falls der Strom nicht reicht und Sie runterfallen sollten – egal, wo Sie landen, es wird ein trendy Urlaubsort sein.

Von Uwe Janssen

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