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Hamster? Sittich? Pitbull?

Haustierberatung von Uwe Janssen Hamster? Sittich? Pitbull?

Die Anschaffung eines Haustieres will wohlüberlegt sein. Schließlich möchte niemand die Katze im Sack kaufen – es sei denn, man ist viel unterwegs und die Katze lässt sich damit bequemer im Handgepäck verstauen. Für ganz unsichere Tierliebhaber naht jetzt Rettung.

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Hündchen, Häschen – oder doch was Ausgefalleneres? Das Internet weiß immer Rat, auch bei Fragen zu tierischen Mitbewohnern.

Quelle: Fotolia

Ein Tier haben kann jeder. Äußerlich (Kater), innerlich (Schweinehund). Viele Menschen haben den halben Tag die Hand auf einer Maus, andere fahren Ente, rauchen Camel oder haben Hummeln im Arsch. Oder einfach ‘ne Katze. Das heißt aber noch lange nicht, dass das Tier zu einem passt.

Gut, dass es das Internet gibt. Das Internet sagt, welches Tier zu einem passt. Endlich! Vorbei sind die Zeiten, in denen man ein Brauereipferd hielt, obwohl ein Kanarienvogel viel besser zur Zweizimmerwohnung im Hochhaus gepasst hätte. Weil das Hochhaus keinen Aufzug hatte. Das wäre mit einem Test im Internet nie passiert.

Kosten und Unannehmlichkeiten sparen

Vorbei die Zeiten, in denen Stadtmenschen über die Anschaffung eines Pavians sinnierten, nur weil die nahe gelegene Zoohandlung gerade Paviankraftfutter im Angebot hatte. Schluss mit der Annahme, dass manche Robbenarten durch ein ausgeklügeltes Kühlsystem, einen exklusiven Wasserpflanzenbestand und eine ausgewogene, frische Fischversorgung die begrenzten Platzverhältnisse der häuslichen Eckbadewanne als natürlichen Lebensraum akzeptieren könnten.

In diesem Fall hätte der Test "Welches Tier passt zu mir?" viele Kosten und Unannehmlichkeiten erspart. Das Ergebnis "Hamster" wäre auch ohne Fisch und Wasserpflanzen ausgekommen. Und man hätte die Eckbadewanne mal wieder für sich gehabt.

Eine Nummer kleiner

Testfragen nach Zeit, Platz, Geld, vegetarischen Urlaubsvertretungen und Verwendungszweck für das Tier schließen große Irrtümer bei der Wahl schon im Vorfeld aus. Meistens werden nach Auswertung des Tests kleinere Tiere empfohlen als die, die sich die Teilnehmer gewünscht hatten.

Selten ergibt der Test, dass es statt des Nymphensittichs für die privat unterrichtete Bankierstochter in der 40-Zimmer-Hügelvilla mit Seegarten, Pinienwald und fünf Hektar Weideland durchaus etwas Größeres mit Sattel und Stallknecht sein könnte.

Auffällig ist auch, dass Kandidaten für einen Kampfhund relativ selten am Test "Welches Tier passt zu mir?" teilnehmen. Ausnahmen sind Meerschweinchen namens Maschine oder Cannibal, da erkennt man noch in Ansätzen den Umdenkungsprozess. Bei Pitbullterriern namens Schnuffel oder Piepsi auch. 

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