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Kolumnen Ein Name, wie aus einem Märchen
Sonntag Kolumnen Ein Name, wie aus einem Märchen
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20:00 16.10.2015
Von Uwe Janssen
Imre Grimm, drehte "Zurück in die Zukunft III", ohne zu wissen, dass es das schon gab. Quelle: dpa

Imre Grimm wurde geboren an einem verschneiten Maimorgen des Jahres 1973, als die Winter noch lang waren und die Mais noch keinen Plural hatten, weil sie sich nicht wie ein Süßgras fühlen wollten und Monate übers Jahr gesehen eher Einzelgänger waren. Imre Grimm hingegen war ein geselliger Mensch, er wurde bis zur eindeutigen Herausbildung männlicher Spezifika zu den Imkes, Ankes und Elkes sortiert.

Es war eine ereignisreiche Zeit, folgerichtig schrieb Grimm seine ersten, reich bebilderten Memoiren im Alter von zweieinhalb Jahren, blitzte bei Suhrkamp ab, weil er sich verwählt hatte, verlegte sein Werk schließlich selbst und fand es nie wieder. In der Waldorfschule Hannover-Bothfeld verlernte Grimm rechte Winkel und litt bereits mit neun Jahren unter dem Zwang, Betriebsanleitungen für Aufsitzmäher auswendig zu lernen. Mit 13 Jahren führte er ohne Wissen seiner Eltern den Film "Zurück in die Zukunft" als Einpersonenstück an der Waldorfschule Hannover-Bothfeld auf.

Kein Märchen

Nach dem Abitur schrieb Grimm seine zweiten Memoiren, ermittelte in einer schlaflosen Nacht die Zahl Pi, ohne zu wissen, dass es sie schon gab, machte eine Ausbildung zum Veganer, brach diese aber kurz vor dem Abendessen ab. Aus Frust tanzte er "Zurück in die Zukunft II" unangemeldet als Einpersonenstück vor dem VW-Werk in Wolfsburg und verspürte das erste Mal den Wunsch, am 21. Oktober 2015, jenem Tag in der Filmzukunft, im Raschplatz-Pavillon in Hannover aufzutreten.

Da Grimm einen Beruf mit vielen Seiten wollte, ging er zur Zeitung, schrieb vor allem übers Fernsehen und für ein am Sonnabend erscheinendes Magazin namens "sonntag". Er drehte "Zurück in die Zukunft III", ohne zu wissen, dass es das schon gab, und entschloss sich, Teile seiner Version am 21. Oktober 2015 in Hannover an der Seite eines explosiv frisierten Bühnenpartners vorzutragen. Wie es aussieht, wird er Wort halten. Kein Märchen.

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