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10:26 18.12.2015
Von Uwe Janssen
Die Handyhülle in Ohrform, ein Muss für lebensfrohe Liebhaber des Schrägen. Quelle: Technobuffalo
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Zeig mir deine Freunde, und ich sag dir, wer du bist. Hast du keine Freunde oder gerade keine zur Hand, kannst du mir auch was anderes zeigen, damit ich sagen kann, wer du bist. Deinen Personalausweis zum Beispiel. Oder dein polizeiliches Führungszeugnis.

Aber wir sind im Jahr 2015. Da kannst du mir auch einfach deine Handyhülle zeigen oder den Homebildschirm deines Smartphones. Es wird etwas über dich erzählen. Vielleicht auch etwas, was du gar nicht hören willst.

"Ich bin flach und flott"

Hätte man einem vernunftbegabten Apokalyptiker im Mittelalter erzählt, dass eine der grundlegenden Fragen des Menschen im 21. Jahrhundert sein würde, ob sein Taschencomputer nun in einer Lederhose oder einem Rollkragenpulli wohnt – er hätte sich vermutlich seiner Glaubensgrundlage beraubt gesehen und sich freiwillig zur nächsten Sintflut angemeldet.

Handyhüllen sind ein Statement. Teddybärenhüllen sagen: Ich bin immer noch verspielt. Ferrari-Hüllen sagen: Ich bin flach und flott. Schokoladentafelhüllen sagen: Ich bin voll süß oder voll Milch. Oder voll die Nuss.

Der Klingelton Furzkissen

Die wahren Komiker fahren noch ganz andere Schutzgeschütze auf. Ein Klassiker: das Handycover in Ohrform. Beim Telefonieren voll der Knaller. Das, werden die Menschen denken, ist ein total witziger, lebensfroher Mensch mit einem sympathisch-schrulligen Sinn für das Schräge. Denn er hat eine Telefonhülle in Großohrform.

Dazu noch der Klingelton Furzkissen oder hysterisches Gelächter und ein Begrüßungsbrüller à la „Wer stört?“ oder „Wasserversorgungsamt, wie kann ich helfen?“ – da kann man fast schon den Hut rumgehen lassen.

Blöd nur, wenn der Chef anruft, um einen zur Schnecke zu machen – und es im ICE-Großraumwagen plötzlich ganz leise wird. Dann haben plötzlich alle große Ohren, und der Klingelton Furzkissen steht plötzlich in einem ganz anderen, kontrastierenden Kontext da.

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