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Kleine Waffenmesse mit Imre Grimm Mehr Bums

Was macht eigentlich Ursula von der Leyen so? Man hört ja gar nichts mehr. Ich nehme an, sie fliegt um die Welt und sucht auf den Hinterhöfen windiger Schrotthändler nach Ersatzteilen für den “Leopard II“.

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Von Luft und Liebe

Kein Spaß am Gerät: Das Waffenarsenal der Bundeswehr begeistert in erster Linie die Friedensbewegung.

Quelle: Shutterstock

Hannover. Die Bundeswehr ist in 17 Krisengebieten gleichzeitig im Einsatz. Leider ist sie technisch auf dem Stand der “Mäusegruppe“ im Kindergarten Hagemannstraße. Die USA fordern mehr Geld für Rüstung – mehr “bang for the buck“. Also mehr Bums fürs Geld. Ein Überblick über das malade deutsche Gerät:

Der “Leopard II“: Der einstige Stolz der Truppe wurde kurz nach der Schlacht im Teutoburger Wald entwickelt und erst vor wenigen Jahrhunderten umfassend modernisiert. Er ist inzwischen in der Lage, echte Munition abzufeuern. Die Bundeswehr verfügte einst über 2000 Exemplare. Heute sind noch 320 einsatzbereit, wenn man die 300 in von der Leyens Träumen mitrechnet.

“Eurofighter“: Der Kampfjet hieß früher „Taktisches Kampfflugzeug der Neunzigerjahre“ (TKF90) und nannte sich bei einem Comebackversuch in den Achtzigern „Jäger 90“. Aktueller Kampfname: „Eurofighter“. Zehn-Millimeter-Ersatzdichtungsringe für das Flugzeug sind im Fachhandel schon für unter 16 000 Euro zu haben. Eine Flugstunde kostet nur etwa so viel wie eine Reise zum Mond.

G 36: Das Gewehr verfügt über eine außergewöhnliche Eigenschaft: Selbst bei großer Hitze kann es um die Ecke schießen – weltweit einzigartig. Mittelfristig soll das G 36 durch schwarz lackierte Besenstiele ersetzt werden, die sich 2015 bei einer Nato-Übung in Norwegen mit dem Panzergrenadier-Bataillon 371 bewährt haben.

“Marder“, “Dingo“, “Fuchs“: Eine neue Studie des „Felix-Magath-Instituts für Kriegsgerät und Schadenfreude“ hat ergeben: Hätte die Bundeswehr bei der Entwicklung ihrer Waffensysteme nur halb so viel Kreativität aufgebracht wie bei ihrer Benennung, könnte sie heute tatsächlich fahren, fliegen und schießen.

“Terrier“: Mit der Allzweckwaffe “Terrier“ plant die Bundeswehr einen ausrüstungstechnischen Neuanfang. Sie bemüht sich um die Namensrechte bei einem bundesdeutschen Abwehrrecken und Erfolgstrainer. Schönes Wochenende!

Von Imre Grimm

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