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Tipps für den Sommer

Kleiderordnung mit Uwe Janssen Tipps für den Sommer

Jedes Jahr aufs Neue begegnen viele Männer der kleidungstechnischen Herausforderung “Sommer“ mit großer Unsicherheit. Dabei gilt es nur, einige einfache Regeln zu beherzigen.

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Melodien für Melonen

Ein echtes Brett: Japanische Geta-Sandalen.

Quelle: Shutterstock

Hannover. Niemand weiß, wie der Sommer wirklich wird. Diese Unberechenbarkeit macht ihn spannend und reizvoll, deshalb halten wir an dieser Jahreszeit fest und haben sie noch nicht an reiche Investoren aus Russland verkauft oder zum Ausschlachten an Bastler gegeben. Außerdem gibt der Markt keine Ersatzjahreszeiten her außer Karneval, und das lassen wir mal lieber. Wie es derzeit aussieht, werden wir auch den kommenden Sommer wieder bekleidet durchleben, obwohl das nicht immer ein Vorteil sein muss. Drei anziehende Tipps für Männer.

1. Karl Lagerfeld hat gesagt: “Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ Sollte Lagerfeld recht haben, sind ganze Stadtviertel und Landstriche in Deutschland mittlerweile außer Kontrolle und modisch zombisiert. Fear the Jogging Dead. Die Frage ist, wovor man abends auf einem schwach beleuchteten Supermarktparkplatz mehr Angst hätte: Vor 200 Jogginghosenträgern oder 200 Lagerfelds. Vorteil der Jogginghose: Wenn man unten zubindet, passt der Wocheneinkauf rein. Und die Hose verwehrt den Blick auf behaarte Kalkstelzen.

Zeit der Bruchrechnungskleidung

2. Der Sommer ist die Zeit der Bruchrechnungskleidung. Dreiviertelarm-Shirts gibt es schon ewig, nur früher hießen sie “eingelaufen“ oder “zu kurz“. Die Hochwasserbuxe heißt jetzt 7/8-Hose, dementsprechend kann man die Länge weiter herunterachteln – bis zur Hotpants (1/8) und dem Modell Borat (1/16), letzteres empfehlenswert für Männer, die nichts mehr zu verlieren haben. Wer Jeansshorts trägt, sollte darauf achten, dass die Hosentaschen unten herausgucken. Das sieht nach Wärmepflaster aus, mit XXL-Hosentaschen bis zu den Knien kann der modebewusste Mann das verhindern und gleichzeitig einen Zaunpfahlwink auf den zwischentaschlichen Sektor geben.

3. Über die Sandale ist eigentlich alles gesagt. Aber was ist mit der Geta (Bild), der japanischen Flachstelze? Ein Schuh mit zwei Holzklötzen drunter und einem Riemchen obendrauf. Das ist einfach, macht einen größer und macht gut vernehmbare Geräusche, beim Laufen und wenn man sich aufs Maul legt, weil das Laufen in den Dingern ein echtes Brett ist. Dazu 3/4-Arm und ’ne Jogginghose – mehr Kontrollverlust geht nicht. Der Sommer kann kommen!

Von Uwe Janssen

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