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Diese Outdoor-Spiele sind voll im Trend

Tualoop, KanJam und Co Diese Outdoor-Spiele sind voll im Trend

Kubb und Slackline kennt inzwischen jeder, jetzt kommen Tualoop, KanJam und Co.: Parkspiele sind auch bei Erwachsenen angesagt wie nie. Jan Bojaryn stellt sechs aktuelle Outdoor-Neuheiten vor.

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Was passt besser zu einem Sommerpicknick im Park als ein Outdoor-Spiel, das Erwachsenen und Kindern gleichermaßen Spaß macht? Ein Überblick über die besten Neuerscheinungen.

Quelle: TicToys

Bassalo

Wie viel Spaß steckt in einer Dose Stapelchips? In aller Regel 190 Gramm. Aber ein pfiffiger Österreicher hat aus zwei Dosen und einem Ball dieses Spiel entwickelt. Zwei oder mehr Spieler stehen sich mit leicht konisch geformten Plastikröhren gegenüber und schlenzen sich damit die Bälle zu. Sie langsam nach vorne zu rollen und im richtigen Moment zu schnippen klappt nach wenigen Minuten.

Deutlich schwieriger ist es, die Bälle mit der kleinen Röhre zu fangen. Aber auch Kinder im Grundschulalter können das mit etwas Geduld lernen. Richtig anspruchsvoll wird es mit Trickmoves für begnadete Angeber: Wer kann den Ball unter dem Bein hindurch fangen? Wer kann sich das T-Shirt langziehen und den Ball vom Textil in die Röhre prallen lassen? Das kompakte Bassalo-Set (etwa 20 Euro) passt prima in jeden Rucksack.

Bassalo

Tualoop

Ein paar Stöckchen und ein Gummiring – wie soll daraus ein neues Spiel werden? Ganz einfach: Spieler nehmen einen Stick in jede Hand und stülpen den Ring darüber. Ziehen sie die Sticks schwungvoll auseinander, fliegt der Ring davon. Zum Set gehören acht angespitzte Hölzer zum Abstecken von Zielen oder Spielfeldern. So wird Tualoop wahlweise zu einem Zielwurfspiel, einem Fangsport oder einer Art Golf. Bevor Spieler die Varianten erkunden können, müssen sie das Werfen üben. Das funktioniert mit den Sticks auf überraschend viele Arten.

Das kompakte Set (etwa 30 Euro) wird in einem Jutebeutel verkauft, der noch reichlich Platz für Liegedecke und Getränke bietet. Bonuspunkte gibt es für die Naturfreundlichkeit des Spielzeugs. Die Sticks werden aus deutschem Buchenholz hergestellt, selbst der vermeintliche Gummiring ist aus einem natürlichen Werkstoff.

Tualoop

Squap

Eigentlich ist Squap ein Kinderspielzeug, macht aber auch den Großen Spaß: Jeder schnallt sich für dieses Fangspiel eine etwas wackelige Plastikschale mit eingespanntem Netz in die Hand. Öffnet sich die Hand, strafft sich das Netz. Und lag ein Ball in der Schale, dann fliegt er mit Schwung durch die Luft. Die Lernkurve ist flach. Den Ball gezielt zu katapultieren ist simpel. Ihn zu fangen ist etwas schwieriger. Das Timing muss stimmen. Anfangs springt der Ball vor das Netz und ist wieder verschwunden, ehe sich die Schale geschlossen hat.

Nach ein paar Minuten Übung ist squapen aber so einfach wie Frisbee spielen. Und für ein Set für zwei Spieler (ab 15 Euro) ist auch in kleinen Taschen Platz. Dazu gibt es Spezialversionen wie das freibadtaugliche Squap Splash, bei dem statt kleiner Plastikbälle mit Wasser gefüllte Säckchen hin- und hergeschossen werden.

Squap

KanJam

Es entstand in den Achtzigerjahren als "Mülltonnenfrisbee" in den USA. Seitdem hat sich KanJam (etwa 40 Euro) zu einer erfolgreichen Parksportart entwickelt. Die Idee ist so einfach wie abwegig: Je zwei Spieler bilden ein Team. Ein Spieler wirft die Frisbee auf eine kleine Tonne, der Teamkamerad steht neben dem Ziel und muss die Flugscheibe hineinschlagen, falls sie nicht von allein trifft.

Verschiedene Treffervarianten werden gezählt: Trifft der Werfer die Außenseite der Tonne ohne Hilfe, bekommt das Team zwei Punkte. Schlägt das Teammitglied das Frisbee in die Tonne ("Slam Dunk"), gibt es drei Punkte, bei einem Abpraller nur einen Punkt. Und wer die Scheibe aus der Distanz in den Briefkastenschlitz an der Vorderseite einwirft, der hat das Spiel augenblicklich für sich entschieden. Kleine Kinder lassen sich einfach ins Team einbauen: Sie werfen einfach aus kürzerer Entfernung.

KanJam

Ticayo

Unscheinbar ist dieses Geschicklichkeitsspiel (um 18 Euro) für Kinder und Kind gebliebene Erwachsene. Ein Holzei hängt, durch eine Schnur verbunden, an einem Griff. In vielen Varianten gab es das schon. Diese Version hat ihre Ursprünge in Lateinamerika, wurde in Leipzig entwickelt und im Erzgebirge gedrechselt. Das Spiel ist einfach, aber nicht simpel. Beim ersten Ausprobieren wirkt es völlig unmöglich – das Gewicht dengelt gegen den Griff, auf der Spitze landet es eher durch Zufall.

Auch mäßig geschickte Menschen bekommen den Dreh irgendwann raus. Ab da beginnt eine lange Reise: Man kann die Kugel nicht nur fangen, man kann auch allerlei alberne Tricks dabei vollführen. Ein gewisser Sicherheitsabstand zu Mitmenschen ist allerdings angeraten, wenn das Holz-Ei umherwirbelt.

Ticayo

Leitergolf

Die ältesten Ideen sind oft die besten. Diese hier ist ein Klassiker, aber ihr Ursprung bleibt ungeklärt. Spieler werfen abwechselnd mit Bolas auf eine Leiter. Eine Bola besteht aus zwei kleinen Bällen, verbunden mit einer Schnur. Die Leiter ist ein einfaches Holzgestell mit drei Sprossen. Bleibt eine Bola hängen, bringt das je nach Höhe der Sprosse einen, zwei oder drei Punkte. Geradezu süchtig macht Leitergolf, weil es einfacher aussieht, als es ist. Auch Fehlwürfe fühlen sich meist an, als hätten sie wenigstens beinahe ihr Ziel getroffen.

Leiter und Wurfgeschosse lassen sich recht leicht selber zimmern oder in unzähligen Varianten kaufen (die abgebildete kostet rund 40 Euro). Wichtig ist dabei, dass die Leiter schwer und robust ist. Mit dem wuchtigen Holzgestell ist das Spiel dann nicht besonders mobil, aber es passt in den Kofferraum und lässt sich bei Bedarf auch zerlegen.

Leitergolf
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