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DFB-Vize fordert Korrekturen im Kampf gegen Gewalt

Fußball DFB-Vize fordert Korrekturen im Kampf gegen Gewalt

Ronny Zimmermann, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und langjähriger Präsident des Badischen Fußball-Verbandes, hat im Kampf gegen die Gewalt im Fußball "Kurskorrekturen" gefordert.

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Quelle: PIXATHLON

Reutlingen. Der Fußball fühle sich "von der Politik im Stich gelassen", sagte der Rechtsanwalt aus Wiesloch im Interview mit dem Reutlinger General-Anzeiger (Donnerstagausgabe): "Fußball ist die Sportart, die gesamtgesellschaftlich alles abbekommt, insbesondere die Fehlentwicklungen. Und der Fußball, der Sport insgesamt, wird bei seinen Versuchen, das Problem zu bewältigen, von der Politik regelrecht allein gelassen. Das denke ich nicht nur als Fußballer, sondern auch als Mensch und Bürger."

Zimmermann fordert "neue Strategien der Konfliktbewältigung, die sich über den Kindergarten und die Schulen in die Vereine und in die gesamte Gesellschaft erstrecken". "Wenn bei uns ein 15 Jahre alter Jugendfußballer gewalttätig wird, aus welchen Gründen auch immer, dann wird er für ein halbes Jahr gesperrt. In diesen sechs Monaten verliert er in den meisten Fällen den einzigen Halt, den er in unserer Gesellschaft noch besitzt. Und verfügt dieser Spieler über einen Migrationshintergrund, fühlt er sich obendrein noch ausgegrenzt. Ist das tatsächlich der richtige Weg? Warum genügen nicht drei Wochen Sperre, eine Bewährung für den Rest und die Verpflichtung, an Stressbewältigungsseminaren teilzunehmen. Dann hat man wenigstens die Chance auf eine Besserung. Und genau hier sollte die Politik die Sportverbände unterstützen, dann können wichtige Dinge für unsere ganze Gesellschaft auf den Weg gebracht werden."

Zimmermann sagte weiter: "Wir müssen die Chance von Veränderungen ergreifen. Es ist höchste Zeit für Kurskorrekturen." Zuletzt hatten in Baden-Württemberg gewalttätige Auseinandersetzungen unter Zuschauern, Angriffe auf Schiedsrichter und brutale Schlägereien zwischen Fan-Gruppierungen auch im Amateurfußball für Negativ-Schlagzeilen gesorgt.

© 2013 SID

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