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Premiere des Tages: "Hawk-Eye"

Fußball Premiere des Tages: "Hawk-Eye"

Als sich die Fußball-Bundesligisten vor achteinhalb Monaten mit großer Mehrheit (15 von 18) für die Einführung der Torlinientechnik entschieden, beharrten die unterlegenen Gegner dennoch auf ihrer Ansicht, wonach sich die Kosten (8000 Euro pro Spiel) für die fünf oder sechs fraglichen Entscheidungen pro Saison nicht lohnen würden.

Frankfurt/Main. Von wegen: Schon am ersten Spieltag war das "Hawk-Eye" (Falkenauge) im Einsatz. Das System bestand den Test - auch wenn die grafische Aufarbeitung noch zu wünschen übrig lässt. In der Partie von Aufsteiger Darmstadt 98 gegen Hannover 96 (2:2) prallte der Ball in der 28. Minute nach einem Kopfball von Hannovers Kenan Karaman an die Latte - und von dort auf den Rasen. Schiedsrichter Felix Brych (München) entschied mit Hilfe des "Hawk-Eye" zurecht auf Weiterspielen.

Allerdings stand die Grafik etwas im Widerspruch zu den Fernsehbildern. Während im TV lediglich ein leichtes Berühren der Torlinie zu erkennen war, zeigte die Grafik an, dass der Ball deutlich die Torlinie berührt hat - hoffentlich nur eine Kinderkrankheit.

Brych scheinen enge Entscheidungen und die Technik irgendwie zu verfolgen. Erst löste der Referee die Diskussion um die Einführung durch seine Fehlentscheidung beim Phantomtor von Stefan Kießling aus, dann durfte er bei der WM-Endrunde im vergangenen Jahr auf die Technik zurückgreifen - und schließlich war er auch beim ersten Einsatz in Deutschland (zurückliegendes DFB-Pokalfinale) mit von der Partie.

? 2015 SID

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