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Hannover 96 Blutegel machen 96-Profi Pinto wieder fit
Sportbuzzer Hannover 96 Blutegel machen 96-Profi Pinto wieder fit
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21:59 22.10.2010
Für Sergio Pinto ist die Zeit des Rumsitzens vorbei. Quelle: Ulrich zur Nieden

Minifanten? Kuschelige Eisbärbabys? Das war gestern. Jetzt haben Blutegel das Zeug zum Lieblingstier. Zumindest bei den Fans des Fußball-Bundesligisten Hannover 96. Denn die bissigen Würmer haben bei einer Spezialtherapie Sergio Pinto trotz eines Bänderrisses im Knöchelgelenk innerhalb einer Woche immerhin so weit kuriert, dass der Mittelfeldspieler bereit für den Einsatz gegen den 1. FC Köln ist: „Ich kann spielen“, sagte Pinto am Freitag nach dem Abschlusstraining, das der Mittelfeldspieler ohne erkennbare Probleme absolvierte.

Die Blessur im linken Sprunggelenk hatte sich Pinto schon in der 26. Minute des Spiels beim Rekordmeister FC Bayern München zugezogen. Von mehreren Bändern, die das Gelenk in Position und zugleich flexibel halten, ist zwar nur eines gerissen. Der Knöchel schwoll allerdings kräftig an. Dafür schlug 96-Physiotherapeut Ralf Blume die tierische Therapie vor. Die Egel bewiesen den gleichen Biss, der auch Pintos Spiel im defensiven Mittelfeld bislang auszeichnete. Im Speichel der Egel befinden sich Stoffe, die die Blutgerinnung an den Bisswunden stoppen – und nebenbei auch die Schwellung zurückgehen lassen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Pinto den Einsatz wagt. Den Rest besorgen ein stabilisierender Verband aus kräftigem Klebeband und nötigenfalls ein starkes Schmerzmittel.

Es ist nicht gänzlich ausgeschlossen, dass nach dem gestrigen Training erneut eine Schwellung oder heftige Schmerzen in dem lädierten Gelenk auftreten. In dem Fall, dass Pinto doch passen muss, würde aller Wahrscheinlichkeit nach Lars Stindl als Ersatzmann die Position vor der Abwehr neben Manuel Schmiedebach einnehmen. Darüber dürfte sich dann auch Constant Djakpa freuen, da er erneut auf der linken Seite zum Einsatz käme. Spielt Pinto, könnte Stindl links im Mittelfeld vor Konstantin Rausch spielen – in dem Fall wäre Djakpa draußen.

Volker Wiedersheim

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