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Hannover 96 Fangruppierungen wollen sich an Schweigeaktion beteiligen
Sportbuzzer Hannover 96 Fangruppierungen wollen sich an Schweigeaktion beteiligen
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10:12 27.11.2012
In der hannoverschen AWD-Arena soll es am Dienstag im Fanblock für 12 Minuten und 12 Sekunden ruhig bleiben. (Archiv) Quelle: Florian Petrow
Hannover

Am Wochenende haben Randalierer im deutschen Fußball wieder einmal von sich reden gemacht – jetzt wollen die Fans schweigen. 12 Minuten und 12 Sekunden soll es nach dem Anpfiff in den Stadien der 1. und 2. Bundesliga an den nächsten drei Spieltagen still sein.

Unter dem Motto „Ohne Stimme keine Stimmung“ protestiert die Szene gegen das geplante Sicherheitskonzept, das die 36 Profiklubs bei ihrer Vollversammlung am 12. Dezember verabschieden wollen. Auch in der AWD-Arena wollen sich am Dienstag Fangruppierungen von Hannover 96 an der Schweigeaktion beteiligen.

Einen Bärendienst erwiesen einige Störenfriede jenen Fan-Organisationen, die im Dialog mit ihren Vereinen und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) versuchen, die Differenzen bei dem Konzept „Sicheres Stadionerlebnis“ auszuräumen: Trotz des Pyrotechnikverbots hatten Anhänger mit dem Abbrennen von Bengalos bei den Spielen Schalke 04Eintracht Frankfurt und Fortuna DüsseldorfHamburger SV gefährliche Situationen heraufbeschworen. Bei Ausschreitungen rund um das Drittligaspiel FC Rot-Weiß Erfurt gegen Hansa Rostock waren 46 Menschen verletzt worden.

Die DFL will das Sicherheitskonzept am 12. Dezember unbedingt durchbringen. Der erste Entwurf, der mittlerweile überarbeitet wurde, war nicht nur bei Fans, sondern auch bei einigen Vereinen auf heftigen Widerspruch gestoßen. Christian Seifert, Vorsitzender der
DFL-Geschäftsführung, spricht von einer „ziemlich großen Kreuzung“, auf die der Fußball im Kampf gegen die Gewalt zulaufe. Die falsche Abzweigung sei, „wenn nichts beschlossen wird. Dann wird seitens der Politik und der Polizei der Druck wieder steigen“, prophezeite der Spitzenfunktionär.

Einige Fans sehen dagegen in dem Sicherheitskonzept einen Angriff auf die „deutsche Fankultur mit den dazugehörigen Elementen in den Stadien wie Stehplätzen, Gesängen und Fahnen“.
Am 8. Dezember soll es zusätzlich zu den Schweigeaktionen Fan-Demonstrationen in verschiedenen Städten geben.

dpa

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