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Hannover 96 Hannover 96 gewinnt 4:0 gegen Carl Zeiss Jena
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20:18 11.11.2016
Quelle: Team von Nieden
Hannover

Das Ergebnis spielte keine große Rolle, fällt aber in die Kategorie „standesgemäß“. Mit 4:0 besiegte Fußball-Zweitligist Hannover 96 in einem Testspiel im sanierten Eilenriedestadion den Regionalligisten Carl Zeiss Jena. Vor allem für zwei 96-Profis war es ein erfreulicher Abend. Noah-Joel Sarenren-Bazee kommt nach seiner Hüftoperation immer besser in Schwung. Die harmlosen Gäste boten dem Flügelflitzer den Raum, den er liebt und braucht. Das 1:0 von Kenan Karaman (7. Minute) bereitete er vor, das 2:0 (11.) besorgte Sarenren-Bazee selbst, in dem er Jenas Torwart Raphael Koczor den Ball durch die Beine schob.

Zum Gedenken an Robert Enke spielte Hannover 96 am Freitag gegen Carl Zeiss Jena.

Auch bei Niclas Füllkrug scheint endlich der Bann gebrochen. Der Neuzugang vom 1. FC Nürnberg, der erst formschwach war und dann verletzt, spielte auch gegen Jena 40 Minuten lang engagiert, aber glücklos. Dann holte er einen Elfmeter heraus, den er selbst sicher zum 3:0 verwandelte (45.), und ließ nach der Pause einen zweiten Treffer zum 4:0 folgen (51.). Nun kann Füllkrug mit neuem Selbstvertrauen sein nächstes großes Ziel ansteuern: den ersten Zweitligatreffer für die „Roten“, am besten schon Sonnabend in einer Woche (19. November) im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue.

Ein anderer Profi, der zuletzt seinen Stammplatz verloren hatte, konnte seine Chance nicht nutzen. Sebastian Maier machte erst links im Mittelfeld und später dann in zentraler Rolle eine unglückliche Figur und haderte mit sich selbst. Als er einen Freistoß hoch über das Tor schoss, schüttelte er über sich selbst mit dem Kopf. Der großartige Techniker hat viel von dem, was ihn zum Saisonstart auszeichnete, eingebüßt.

Einen erfrischen Eindruck hinterließen in wenigen Minuten auch Mete Kaan Demir und Lars Ritzka aus der U19 von 96. Babacar Gueye hatte Pech mit einem tollen Fallrückzieher.

Unter den 850 Zuschauern der Benefizpartie für die Robert-Enke-Stiftung war auch Teresa Enke. „Ich verfolge das Geschehen bei 96“, sagte sie. „Jena und Hannover – das sind für mich eine Erinnerung an schöne Zeiten.“ Jena war die erste Profistation des 96-Kapitäns und Nationaltorhüters Robert Enke, der sich vor sieben Jahren das Leben genommen hatte. Enke litt unter Depressionen, die gegründete Stiftung hat seitdem vielen Menschen mit dieser Krankheit geholfen. Und das ist ohnehin wichtiger als jedes Fußballergebnis. 

Von Jörg Grußendorf  

Man muss gar nicht lange drum herum reden: Die Situation von Hannover 96 ist nicht so, wie sie die Fans des Bundesliga-Absteigers erwartet und schon gar nicht erhofft haben. Nach mehr als einem Drittel der Saison in der 2. Liga steht 96 mit 21 Punkten in der Tabelle auf dem vierten Platz. Zeit für eine erste Bilanz.

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