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Hannover 96 96 vergibt Derby-Karten im Losverfahren
Sportbuzzer Hannover 96 96 vergibt Derby-Karten im Losverfahren
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20:58 11.03.2014
Von Björn Franz
Unterstützung für den Verein: Mitglieder können Karten für das Derby gewinnen. Quelle: dpa (Archiv)
Hannover

Es ist ein alles andere als gewöhnliches Fußballspiel. Auch beim zweiten Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 wird am 6. April rund um das Stadion Ausnahmezustand herrschen. Und daher gehen die „Roten“ auch bei der Ticketvergabe für das brisante Spiel ungewöhnliche Wege: Die 2100 Eintrittskarten, die 96 für die erste Auswärtspartie gegen die Eintracht in der Fußball-Bundesliga seit dem 25. Oktober 1975 (2:3) erhält, werden unter Dauerkarteninhabern und Mitgliedern verlost. Doch damit nicht genug: Die glücklichen Gewinner werden mit 50 Bussen vom hannoverschen Schützenplatz direkt zum Eintracht-Stadion gebracht – Eigenanreise verboten.

„Dass wir eine organisierte Fananreise gewährleisten, war die Voraussetzung dafür, dass wir das volle Kartenkontingent erhalten“, nannte 96-Stadionchef Thorsten Meier das Ergebnis der Gespräche zwischen den beiden Klubs, der Polizei und dem niedersächsischen Innenministerium. Durch die in der Bundesliga-Historie wohl einmalige Maßnahme erhoffen sich die Erstligisten und die Sicherheitsbehörden, ähnlich chaotische Vorgänge wie beim Hinspiel am 8.  November vergangenen Jahres in und an der hannoverschen HDI-Arena zu verhindern. Die 96-Anhänger werden auf dem etwa 70 Kilometer langen Weg nach Braunschweig von der Polizei begleitet und direkt bis in einen abgesperrten Bereich hinter dem Gästeblock gebracht, von wo aus sie zu ihren Plätzen kommen. Das Zusammentreffen der rivalisierenden Fanlager soll damit ausgeschlossen werden.

Dauerkarteninhaber und Mitglieder von 96 können sich in der kommenden Woche von Montag (17. März, 0 Uhr) bis Donnerstag (20. März, 24 Uhr) im Ticket-Onlineshop auf der offiziellen Website der „Roten“ (www.hannover96.de) für das Losverfahren registrieren. Pro Interessent gibt es lediglich eine Karte – und auch Fans, die sowohl Mitglied als auch Dauerkarteninhaber sind, können sich nur einmal registrieren. Die 600 Sitzplatzkarten, die 96 zur Verfügung hat, kosten je 25,30 Euro, die 1500 Stehplatztickets je 16,50 Euro – dazu kommt jeweils noch eine Fahrpreispauschale für die Bustour in Höhe von acht Euro.

Ausgenommen vom Losverfahren sind lediglich die 254 Fans, die im Besitz der sogenannten Auswärtsdauerkarte sind, die sie zum Besuch aller 17 Partien von 96 in der Fremde berechtigt. Sie haben ihr Braunschweig-Ticket sicher, müssen allerdings ebenfalls mit dem Bus anreisen. Verlost werden also nur 1846 Karten. Und die erhalten die Gewinner gegen Vorlage ihres personalisierten Vouchers erst im Bus während der Hinfahrt, um zu verhindern, dass Ticketinhaber die organisierte Anreise zu umgehen versuchen.

Die Tatsache, dass die Tickets nur in Verbindung mit der Busfahrt abgegeben werden, rief bereits kurz nach dem Bekanntwerden die „Fanhilfe Hannover“ auf den Plan. Die Organisation, zu deren Treuhandverwaltern 96-Ultra-Anführer Jannis Busse gehört, kritisierte in einem offenen Brief, dass die Reisefreiheit der Fans eingeschränkt werde. Das gefällt auch Martin Kind nicht. Allerdings sieht der Klubchef angesichts der brisanten Ausgangslage keine Alternative.

Im November 2013 trafen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig zum ersten Mal nach 37 Jahren in der ersten Bundesliga aufeinander. Vor und nach dem Spiel kam es zu Auseinandersetzungen.

„Es ist nach Meinung aller Beteiligten die beste Lösung, um die Situation zumindest halbwegs in den Griff zu bekommen“, sagte Kind – und wies auf die noch immer nicht feststehende Geldstrafe wegen der Krawalle beim Hinspiel hin. Dabei wird 96 wohl mit einer deutlich höheren Strafe rechnen müssen als den 70 000 Euro, die der Klub nach den Ausschreitungen im DFB-Pokalspiel gegen Dynamo Dresden im Oktober 2012 zahlen musste. „Da wird Erhebliches auf uns zukommen“, sagte Kind. „Und mit jedem weiteren Vergehen in Braunschweig wird die Strafe höher.“

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