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Hannover 96 Auf „Steves“ Spuren
Sportbuzzer Hannover 96 Auf „Steves“ Spuren
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00:19 13.06.2015
Von Jörg Grußendorf
Läuft in der nächsten Saison für Hannover 96 auf: Oliver Sorg (rechts), hier im Duell mit Szabolcs Huszti. Quelle: dpa/Archiv

Der Club lässt sich den Transfer einiges kosten. Sorg hatte seinen Kontrakt vor der Saison bei den Breisgauern erst bis 2016 verlängert, der eine feste Ablösesumme beinhaltet: Sie soll bei etwa 3,4 Millionen Euro liegen. In Hannover hat er nun einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2019.

Hannover 96 hat den Verteidiger Oliver Sorg vom SC Freiburg verpflichtet. Der 25 Jahre alte Rechtsverteidiger bestritt 105 Bundesligaspiele.

„Mit Oliver haben wir einen flexibel einsetzbaren Spieler für die Defensive verpflichtet, der mit seiner Erfahrung, seiner Einstellung und seinem Charakter hervorragend in unser Team passt“, sagt 96-Sportdirektor Dirk Dufner. Und Clubchef Martin Kind ergänzt: „Er hat schon eine gute Entwicklung genommen, aber er hat dennoch eine sehr gute Perspektive.“

Den nächsten Entwicklungsschritt soll und will der 25-Jährige jetzt in Hannover machen. „Ich freue mich sehr über meinen Wechsel zu 96. Ich denke, es ist der richtige Schritt für mich. Der Verein, das Umfeld sowie die Stadt Hannover stimmen voll und ganz mit meinen Vorstellungen überein“, sagt der Profi.

Sorg kann viele Positionen spielen

Wobei Sorg nicht nur auf die Rechtsverteidigerposition reduziert werden darf. Das Eigengewächs des SC – er kam 2006 aus der Jugend des Hegauer FV und des FC Singen 04 nach Freiburg – ist in der Defensive vielfach verwendbar. In der gerade erst abgeschlossenen Rückserie machte er richtig gute Partien als „Sechser“ im zentralen Mittelfeld – und überraschte damit nicht wenige im Umfeld der Breisgauer. Mit seiner wendigen Art half der 1,75 Meter große Profi nicht nur beim Aufbauspiel seiner Mannschaft, sondern machte manchem Gegenspieler das Leben auf dem Platz zur Hölle.

Sorg, der 105 Bundesligapartien für den SC absolvierte und drei Tore schoss, gilt als selbstbewusst, aber auch als bescheiden. Er hat immer wieder bewiesen, dass er bereit ist, Verantwortung im Team zu übernehmen. Nicht von ungefähr war er Assistent von SC-Kapitän Julian Schuster.

Und seine Leistungen sind auch an höherer DFB-Stelle nicht unbeachtet geblieben. Vor der WM in Brasilien schaffte Sorg es in den erweiterten Kader der Nationalmannschaft; er debütierte am 8. Mai 2014 beim 0:0 des deutschen Teams in Hamburg gegen Polen und stand sogar in der Anfangself. „Das war ein Glücksgefühl, das man gerne wieder haben möchte“, sagte er. Das wäre doch eine schöne Geschichte: Über die „Roten“ zurück in Joachim „Jogi“ Löws elitären Kreis. Aber viel wichtiger für 96 ist, dass Sorg die Dauerbaustelle hinten rechts endlich schließen kann. Die Klasse dazu hat er.

 

Mehmedi soll mindestens 7 Millionen kosten

Augenmerk auf Offensivbereich: Der dritte Neue ist das, der Kader von Hannover 96 für die neue Saison nimmt Formen an. Nach Stürmer Charlison Benschop (Fortuna Düsseldorf) und Torwart Philipp Tschauner (FC St. Pauli) nahmen die „Roten“ gestern Oliver Sorg (SC Freiburg) unter Vertrag. Und das wird längst nicht der letzte Transfer sein: Jetzt wird das Augenmerk auf die Verpflichtung von Offensivkräften gelegt. „Wir sind in guten Gesprächen“, sagt Clubchef Martin Kind, „aber mit den Richtigen zum Abschluss zu kommen, das ist nicht so leicht.“

Größte Anstrengungen scheint der Club derzeit in Sachen Admir Mehmedi zu unternehmen. Der 24-jährige Stürmer vom SC Freiburg ist allerdings sehr teuer. Der Schweizer hat bei den Breisgauern noch einen Vertrag bis 2019 und soll mindestens 7 Millionen Euro Ablöse kosten. Zudem soll er den Wunsch geäußert haben, im nächsten Jahr international spielen zu wollen. Das kann er bei 96 nicht.

Die Bundesligasaison beginnt am Wochenende vom 14. bis 16. August, die Transferliste hat sogar noch bis Ende August geöffnet. Doch so lange Zeit lassen will sich 96 bei der endgültigen Kaderzusammenstellung nicht. Bis zum Trainingsstart am 24. Juni alle Verträge unter Dach und Fach zu haben, dürfte utopisch sein. Ein Ziel des Clubs aber ist es, bis zum Trainingslager (voraussichtlich vom 23. bis 30.  Juli in Österreich) alles klarzumachen.

gru

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