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Hannover 96 Hiroki Sakai wird ein „Roter“
Sportbuzzer Hannover 96 Hiroki Sakai wird ein „Roter“
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20:32 23.05.2012
Von Jörg Grußendorf
„Olympia ist ein Lebenstraum von mir“: Vor seinem Engagement bei 96 will Hiroki Sakai (links) mit Japan in London für Furore sorgen. Quelle: dpa
Hannover

Ja, wann kommt er denn nun nach Hannover, der erste Japaner in der 96-Klubgeschichte? Diese Frage scheint derzeit niemand endgültig und befriedigend beantworten zu können. Sicher ist jedoch, dass der 22-jährige Hiroki Sakai in der kommenden Saison für die „Roten“ auflaufen wird. „Ich kann zwar keinen Vollzug melden“, sagt 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke, „aber der Transfer ist in trockenen Tüchern. Wir sind uns einig.“

Der Außenverteidiger soll einen Vierjahresvertrag bei 96 erhalten, und auch über die Ablösesumme (sie dürfte in etwa eine Million Euro betragen) hat sich Schmadtke mit Sakais derzeitigem Klub Kashiwa Rysol geeinigt. Einen großen Anteil an der Verpflichtung des begehrten Profis hat der 48-Jährige selbst, weil er sich unmittelbar vor Ort in Japan um den jungen Verteidiger bemüht hat - und so das Rennen gegenüber anderen Bewerbern wie Borussia Dortmund, VfB Stuttgart und Klubs aus Italien und Portugal gemacht hat.

Eigentlich ist alles klar, und dennoch hakt der Transfer irgendwie. Es seien lediglich noch einige formale Dinge zu klären, sagt Schmadtke. Die lägen nicht an dem Spieler, denn der 96-Sportdirektor betont, dass Sakai unbedingt zum 1.Juli, dem Tag des Vertragsbeginns, nach Hannover kommen wolle. Einen früheren Termin zu finden für den medizinischen Check und die Vertragsunterschrift sei schwer, sagt der Sportdirektor. Denn der japanische Meister Kashiwa Rysol beanspruche die Dienste des Profis in der asiatischen Champions League. Am Donnerstag will der 22-Jährige, der in Japan zum besten Spieler der Saison gewählt worden ist, noch einmal einen Vorstoß bei der Vereinsführung des Klubs unternehmen.

Ob der angedachte Termin, der 1. Juli, überhaupt Sinn macht, darüber kann man trefflich streiten. Sakai müsste nämlich ein paar Tage später wieder in den Flieger Richtung Fernost steigen, weil am 8. Juli für die japanische Auswahl die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele beginnt, die bis zum 12. August andauern. Aufwand und Reisestress wären erheblich größer als der Nutzen. Kennenlernen kann er Mannschaft, Verein und Trainer in der kurzen Zeit ohnehin nicht.

Dafür muss die Zeit nach Olympia (Sakai: „Ein Lebenstraum von mir.“) reichen. Wenn die Spiele in London beendet sind, ist allerdings auch die 96-Saisonvorbereitung mit zwei Trainingslagern längst vorbei. Doch wenn Sakai bei den „Roten“ nur annähernd das umsetzt, was er in der zurückliegenden Saison in Japan geboten hat, dann sollte der verspätete Einstieg in die Bundesliga für ihn kein Problem sein - und Kapitän Steve Cherundolo müsste um seinen Stammplatz als rechter Verteidiger mächtig kämpfen. Der erste 96-Japaner dürfte dem US-Amerikaner gewaltig einheizen.

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