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Hannover 96 96 hält sich bei Kartentausch bedeckt
Sportbuzzer Hannover 96 96 hält sich bei Kartentausch bedeckt
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00:15 13.07.2013
Von Norbert Fettback
Fans des Vereins FC Schalke 04 protestierten im Februar gegen die erhöhten Preise des Kartenhändlers viagogo. Hannover 96 sieht keinen Grund, den Vertrag bei viagogo zu kündigen. Quelle: dpa (Archiv)
Hannover

Die neue Bundesligasaison ist noch nicht angepfiffen, da hat der FC Schalke 04 schon den ersten großen Sieg eingefahren. Jedenfalls bei einem Teil seiner Anhängerschaft. Nachdem der Klub den Vertrag mit der Kartenbörse viagogo fristlos gekündigt hatte, gab es eine Welle der Zustimmung. „Sie haben wirklich verstanden“, ließ eine Fangruppierung den Marketingvorstand der „Königsblauen“, Alexander Jobst, wissen. „Und Sie haben auch gehandelt.“

Auf 3,6 Millionen Euro, verteilt auf drei Jahre, verzichtet der FC Schalke nach dieser raschen Kehrtwendung. Vorausgegangen waren heftige Proteste von Fans, die ihrem Unmut über die Geschäftspraktiken von viagogo Luft gemacht hatten. Es gehe dem Internethändler nur um den Profit - die Folge seien Wucherpreise. viagogo reagierte scheinbar gelassen auf die Kündigung. Man sei „nicht auf eine Partnerschaft mit den Fußballklubs angewiesen, um einen transparenten Marktplatz anzubieten“, teilte das 2006 in London gegründete Unternehmen mit. In der Tat waren auf der Homepage von viagogo am Mittwoch alle 18 Fußball-Bundesligisten aufgelistet, für die auf dieser Plattform Eintrittskarten erhältlich sein sollen; bei einigen - darunter Hannover 96 - hat der Verkauf aber noch nicht begonnen. Im Kleingedruckten, wie im Fall Schalke oder Borussia Mönchengladbach, wird dabei auf „Drittanbieter“ hingewiesen.

viagogo ist nach den Klubs Zweitanbieter. Das Modell funktioniert im Grundsatz so: Die Bundesligisten treten an das Internetportal Kartenkontingente ab, die viagogo unters Fußballvolk zu bringen versucht. Aufschläge von 100 Prozent sind dabei keine Seltenheit; entsprechend hoch schlägt die Empörung bei vielen Fans. Auch im hannoverschen Stadion hat es vorige Saison mehrfach Proteste beim Stammpublikum gegeben.

Vor einem Jahr ist 96 die Partnerschaft mit viagogo eingegangen, der Vertrag läuft noch bis Mitte 2014. Die Erfahrungen bewertet Klubchef Martin Kind mit den Worten „neutral“ und „nicht schlecht“. Ob künftig mehr Begeisterung zu hören sein wird, bleibt abzuwarten: Auch bei 96 herrscht gewisse Skepsis, ob damit der richtige Weg eingeschlagen wurde. „Wir werden das Ganze analysieren und prüfen“, sagt Kind, dem es im Ansatz in erster Linie darum ging, den unkontrollierten Schwarzmarkt im Internet einzudämmen. viagogo verkaufe nun mal keine Eintrittskarten, die es gar nicht gebe. An eine außerordentliche Kündigung, wie auf Schalke geschehen, denkt Kind aber nicht. „Da müssten wir sehr gute Argumente haben“, sagt er. „Und die haben wir nicht.“

Ohnehin hinke ein Vergleich mit den Gelsenkirchenern, so die 96-Verantwortlichen. Der Weiterverkauf von Tageskarten über viagogo fällt laut Stadionchef Thorsten Meier wirtschaftlich und zahlenmäßig kaum ins Gewicht. 96 gehe es in erster Linie um die Tauschbörse für Dauerkarten, damit diese an bestimmten Spieltagen nicht ungenutzt blieben. Hier bestimmten die Besitzer des Tickets den Preis. Eine Werbeaktion, seine Dauerkarte registrieren zu lassen - als Anreiz gab es eine Bratwurst - hat im Februar laut Meier 800 Interessenten zum Handeln bewegt. Dennoch: So richtig schmeckt das viagogo-Menü den 96-Anhängern nicht.

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