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Hannover 96 Nullnummer zwischen Hannover 96 und Enschede
Sportbuzzer Hannover 96 Nullnummer zwischen Hannover 96 und Enschede
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11:06 23.11.2012
Von Heiko Rehberg
Hannover

Die Pfiffe nach dem Abpfiff hatte sich Hannover 96 verdient. Das 0:0 im vorletzten Europa-League-Gruppenspiel gegen Twente Enschede war ein langweiliger, lausiger Kick mit hohem Gähn- und Fehlpassfaktor. Doch 96 bereitete dem Publikum nicht nur einen internationalen Fußballabend zum Vergessen, die Mannschaft setzte auch leichtfertig den Gruppensieg aufs Spiel. Gibt es am Nikolaustag in Levante eine Niederlage, ist der 1. Platz futsch.

Die 35.800 Zuschauer dürften sich am Donnerstag vor allem eines gefragt haben: Was machen wir eigentlich hier im Stadion? Die 1. Halbzeit war das Langweiligste, was 96 in dieser Saison in der Europa League anzubieten hatte. Die Fans auf den Tribünen hielten sich mit der Aussicht bei Laune, dass irgendwann ja mal etwas passieren muss da unten auf dem Rasen. Doch es passierte einfach nichts, mal davon abgesehen, dass sich die Enscheder Profis in ermüdenden Ballpassagen die Kugel zuschoben, interessiert beobachtet von den Hannoveranern.

Dass es in der Halbzeitpause auf den beiden Anzeigetafeln eine Zusammenfassung der 1. Hälfte gab, die sich „Highlight“ nannte, war von fast feiner Ironie. Die Zusammenfassung dauerte keine zehn Sekunden ...

Nach einer halben Stunde sah man 96-Trainer Mirko Slomka an der Seitenlinie aufgeregt gestikulieren, was er seinen Spielern mit auf den Weg geben wollte, war unschwer zu erraten: Macht mal etwas, geht mal energischer zur Sache. Vor allem im Mittelfeld ließ 96 jegliche Dynamik vermissen. Wenn selbst einer wie Sergio da Silva Pinto, normalerweise stets eifrig bei der Sache, es ungewohnt gelassen (und teilweise auch lässig) angehen lässt, dann ist das kein gutes Zeichen. Leid tun konnte einem vorne vor allem Artur Sobiech, der Stürmer, der vergeblich auf Pässe wartete, die ihn in Richtung Enscheder Strafraum gebracht hätten. Doch man mag es kaum glauben: Sander Boschker, der Torhüter von Twente, musste sich 65 Minuten lang nicht einmal strecken, dann flog er sicherheitshalber einem Schuss von Adrian Nikci hinterher, der aber vorbei ging.

Das Schlimme an der 2. Halbzeit war: Der Kick wurde etwas lebhafter, aber leider nicht besser, auch wenn es in der 75. Minute an diesem Abend etwas bis dahin Neues zu sehen gab: eine Torchance für 96. Didier Ya Konan, der wenigstens etwas Spielfreude versprühte, scheiterte mit einem Kopfball an Torwart Boschker. Als in der 85. Minute Enschedes Rasmus Bengtsson mit einer Roten Karte vom Platz flog, hofften die 96-Fans auf ein versöhnliches Ende, vielleicht doch auf ein Törchen, um nicht ganz frustriert den Heimweg antreten zu müssen. Doch an diesem Abend konnte 96 selbst damit nichts mehr anfangen.

Dieser Artikel wurde erneut aktualisiert.

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