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Hannover 96 Spiel gegen Sevilla spült Hannover 96 zwei Millionen Euro in die Kasse
Sportbuzzer Hannover 96 Spiel gegen Sevilla spült Hannover 96 zwei Millionen Euro in die Kasse
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20:36 16.08.2011
Von Norbert Fettback
Trainer Mirko Slomka (links) und Steven Cherundolo präsentieren das Euro-Shirt. Quelle: Florian Petrow
Hannover

Für den Klubchef eines nach eigener Einschätzung nicht angemessen beachteten Fußball-Bundesligisten wie Hannover 96 sind diese Tage das reinste Freudenfest. „Am Sonnabend war Torwart Ron-Robert Zieler zu Gast im ZDF, am Sonntag hatte Trainer Mirko Slomka einen Auftritt bei Sport1, und am Donnerstag wird ein Spiel von uns zu bester Sendezeit vom ZDF übertragen“, sagt Martin Kind. „Daran sieht man: 96 wird national und auch international zur Kenntnis genommen.“ Nun hofft der Klubchef auf den nächsten Schritt: Mit einem attraktiven und erfolgreichen Spiel gegen den FC Sevilla als Grundlage dafür, die Gruppenphase der Europa League zu erreichen, könnten die „Roten“ im In- und Ausland weiter an Renommee gewinnen.

Im Hinspiel setzt Kind klar auf Sieg – und in der Addition beider Spiele auf das Weiterkommen des hannoverschen Teams. Das würde sich der Klub auch einiges kosten lassen. Auf rund 750.000 Euro summieren sich die Prämien für Mannschaft, Trainer und die Mitarbeiter im unmittelbaren Umfeld, wenn das Play-off gemeistert wird. Und nicht nur das: Ist 96 in der Gruppenphase mit jeweils drei Heim- und drei Auswärtsspielen dabei, wird das Team auch dann finanziell an sportlichen Erfolgen partizipieren, wie Kind sagt.

Für den Klub geht die Rechnung auf jeden Fall auf. Schon aufgrund der attraktiven Auslosung mit dem spanischen Spitzenklub FC Sevilla als Kontrahenten für die Ausscheidungsrunde für Europa summieren sich die Einnahmen aus dem Heimspiel auf fast zwei Millionen Euro. Die größten Posten dabei sind die Erlöse aus dem Eintrittskartenverkauf und der Fernsehübertragung – da 96 das Play-off-Heimspiel selbst vermarktet, macht ausschließlich der hannoversche Klub Kasse. Von dem Millionenbetrag bleibt abzüglich der Kosten also alles bei 96 hängen. Für die Gruppenphase hält der Klubchef gar einen Umsatz von insgesamt fünf Millionen Euro für realistisch. Da ist im Erfolgsfall ein hoher sechsstelliger Betrag als Sonderzahlung für die Fußball spielenden Angestellten leicht zu verschmerzen.

1992, als die „Roten“ im Cup der Pokalsieger an Werder Bremen scheiterten, hätte jeder Spieler für das Weiterkommen umgerechnet 15.000 Euro kassiert. Trotz des DFB-Pokalsiegs als Empfehlung für den damaligen internationalen Auftritt bewertet Kind den Start im Play-off zur Europa League höher. „Dies jetzt ist das Ergebnis einer ganzen Saison und Spiegelbild einer Leistungsentwicklung“, sagt er. Deshalb hat es ihn auch nicht überrascht, dass das Team so erfolgreich in diese Spielzeit gestartet ist. Dies freut ihn umso mehr, weil ich „Druck gemacht habe, um die erfolgreiche Mannschaft zusammenzuhalten“, wie er sagt. Da es der Bundesliga-Spielplan seiner Einschätzung nach gut mit 96 meine und weitere Heimspiele gegen Mainz 05 und Hertha BSC Berlin folgen, könne es „ein unheimlich erfolgreicher Saisonbeginn werden“.

1992, beim vorerst letzten internationalen Auftritt von 96, dachte Kind noch nicht im Entferntesten daran, fünf Jahre später Klubchef zu sein; damals war er nicht mal im Stadion. Jetzt hat er sogar die Reise nach Sevilla gebucht, seine erste in diese Stadt überhaupt. Dass der Klubchef das noch erleben würde …

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