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Sportbuzzer Hannover Indians Hannover Indians halten an Kaminski fest
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11:45 26.11.2010
Von Björn Franz
Bernhard Kaminski darf trotz schwacher Leistungen seines Teams ECH-Trainer bleiben. Quelle: Ulrich zur Nieden

Es war eine lange Nacht für Dirk Wroblewski. Bis in die frühen Morgenstunden telefonierte der Geschäftsführer des EC Hannover Indians nach der 4:7-Heimniederlage gegen den ESV Kaufbeuren. Am Sonnabend setzten die Verantwortlichen des Eishockey-Zweitligisten die Krisengespräche fort – und sprachen dann Trainer Bernhard Kaminski das Vertrauen aus. „Wir werden auf jeden Fall über die Pause wegen des Deutschland-Cups mit ihm weiterarbeiten und an unserem Dreijahresplan festhalten“, erklärte Wroblewski, an dessen Entscheidung auch die 2:5 (1:1, 0:3, 1:1)-Niederlage beim Tabellenzweiten Ravensburg Towerstars nichts änderte. Bei der waren die Indians zwar durch Kapitän Andrew McPherson in Führung gegangen. Doch spätestens nach drei Treffern der Gastgeber im Mittelabschnitt war die Partie gelaufen.

Wroblewski sieht die Schuld am schwachen Saisonstart, nach dem die Indians sich am Tabellenende wiederfinden, vor allem bei den Profis. „Die Spieler bringen jetzt schon über einen längeren Zeitpunkt nicht ihre Leistung“, erklärte er. „Deshalb kann ich mir schon vorstellen, dass es in der Pause Konsequenzen für die Spieler geben wird.“ Statt den Trainer zu wechseln, denkt die Klubführung offensichtlich daran, den einen oder anderen Akteur auszutauschen. Kandidaten wollte Wroblewski nicht nennen, doch angesichts der jüngsten Leistungen dürften unter anderem Verteidiger Mike Schreiber und Stürmer Björn Bombis ins Visier geraten sein.

Wie sauer der Geschäftsführer auf die Leistungen seiner Mannschaft ist, verdeutlichte der Freitagabend. Bereits zehn Minuten vor Ende der Partie gegen die zuvor viermal hintereinander sieglosen Bayern verließ Wroblewski das Stadion am Pferdeturm und fuhr nach Hause. In den dem vorzeitigen Abgang folgenden Krisengesprächen kamen er und seine Mitgesellschafter zu der Überzeugung, dass ein Trainerwechsel die falsche Reaktion wäre. „Wir werden den Spielern, die nicht das machen, was sie sollen, jetzt kein Alibi geben“, sagte Wroblewski. „Jedenfalls jetzt noch nicht.“

Tore: 0:1 (8:36) Mc Pherson (Fox bei 6–5), 1:1 (12:52) Leavitt (Maloney, Gleich bei 5–4), 2:1 (20:46) Thomson (Boon, Leavitt),
3:1 (24:14) Leavitt (Thomson, Busch), 4:1 (37:20) Gleich (Thomson, Kinch bei 5–4), 4:2 (49:59) Fox (Blatny), 5:2 (57:34) Maloney (Thomson, Gleich bei 5–4)

Zuschauer: 2500

Strafminuten: Ravensburg 6, Hannover 10 plus 10 für Fox

Beste Hannoveraner: Peter Holmgren, Andrew McPherson, Zdenek Blatny

Nächstes Spiel: Schwenninger Wild Wings – EC Hannover Indians (19. November, 20 Uhr)

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