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Indians-Zukunft mit Pohanka

Vertragsverlängerung Indians-Zukunft mit Pohanka

Indians-Kapitän Branislav Pohanka hat seinen Vertrag langfristig verlängert und bleibt bis 2021 am Pferdeturm beim Eishockey-Oberligisten. Jetzt soll der Slowake sogar Deutscher werden.

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Bester Indianer: Branislav Pohanka (links) verlänergt bis 2021.

Quelle: Lobback

Hannover. Erst der Derbysieg bei den Hannover Scorpions und nun die Vertragsverlängerung mit dem Kapitän – für die Fans der Hannover Indians gibt es in diesen Tagen viele gute Nachrichten. Branislav Pohanka, aktuell bester Spieler des ECH, wandte sich in einer Videobotschaft an die Fans. „Wir werden uns die nächsten drei Jahre am Pferdeturm sehen. Ich habe meinen Vertrag verlängert“, sagte er. Sein zum Saisonende 2018 auslaufender Kontrakt beim Eishockey-Oberligisten endet damit 2021.

Ein neuer Vertrag über drei Jahre – das ist im Eishockey, wo Zusammenarbeiten in der Regel für ein oder zwei Jahre fixiert werden, unüblich. Außerdem wird Pohanka im August 34 Jahre alt. Die Indians-Verantwortlichen haben damit auch ein Zeichen gesetzt, für die anderen Leistungsträger sowie für die Fans und das Umfeld, dass die sportliche Heimat mittelfristig nicht unbedingt die Oberliga sein muss. „Der Spieler ist für die nächsten Jahre eine wichtige Stellschraube in unseren Planungen. Wir haben viel Vertrauen in ihn und wollen ihn zu unserem Mann am Pferdeturm machen“, sagt Indians-Geschäftsführer David Sulkovsky. Und weil Pohanka eine von zwei möglichen Ausländerpositionen besetzt, neben dem finnischen Top-Verteidiger Lasse Uusivirta, ist das von Sulkovsky angesprochene Vertrauen mit Blick auf die nächsten drei Jahre in der Tat vorhanden.

Jedoch ist es unwahrscheinlich, dass Pohanka seinen neuen Vertrag komplett als Slowake erfüllt. Bereits mit seinem damaligen Landsmann und aktuellem Mitspieler Igor Bacek haben die Indians gute Erfahrungen gemacht: Bacek erhielt im vergangenen Sommer die deutsche Staatsbürgerschaft. „Wir planen mit Branislav zunächst als Ausländer. Aber die Möglichkeit der Einbürgerung haben wir natürlich auf dem Schirm“, sagt Sulkovsky. Genauso wie die Kriterien des Antragsverfahrens: Dazu gehört beispielsweise ein Deutsch-Test und ein bestehender Arbeitsvertrag – aber auch die Voraussetzung, acht Jahre ununterbrochen in Deutschland gewesen zu sein.

Daran hapert es bei Pohanka. Noch. Denn während Bacek im Sommer 2017 diese Vorgabe erfüllt hatte, muss sich der ECH-Kapitän noch gedulden. Er kam 2011 aus der Slowakei nach Dortmund, er kann also erst 2019 Deutscher werden. Ab dann hätten die Indians aber die Chance, einen weiteren Platz an einen starken Ausländer zu vergeben – gleichzeitig wird das Kontingent nicht durch den aktuell besten Spieler belastet, der ab 2019 noch zwei weitere Jahre gebunden ist. Insofern war die Vertragsverlängerung mit Branislav Pohanka in dieser Form eine weitsichtige Entscheidung.

Von Stephan Hartung

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