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Sportmix Regional Badenstedt spielt Unentschieden
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22:12 21.02.2018
Trainer Boris Linnemann klatscht nach dem Schlusspfiff mit seinem Team ab. Quelle: Maike Lobback
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Hannover

Es waren 60 nervenaufreibende und spannende Minuten für die Fans der Badenstedter Zweitliga-Handballerinnen – doch am Ende wussten sie nicht wirklich, ob sie jubeln oder lieber bedröppelt dreinschauen sollen. Nach einem engen Kellerduell kam die HSG nur zu einem 27:27 (14:12) gegen TG Nürtingen.

Nachdem Kapitänin Jana Pollmer kurz vor Schluss ausgeglichen hatte, war es Glück für die HSG, dass Nürtingens Benitta Quattlender den Ball zehn Sekunden vor Ende am Tor vorbeizog. Nürtingens Linksaußen vergoss angesichts der verpassten Siegchance bittere Tränen, Badenstedts Spielerinnen holten sich derweil den zaghaften Applaus der Fans ab.

Dieses magere Unentschieden reicht den abstiegsbedrohten HSG-Handballerinnen eigentlich nicht. Ein Punkt für die Moral, ja. Doch für die Tabelle klar zu wenig. „Besser als keiner. Wir nehmen ihn gern“, sagte Torhüterin Hanna Belgardt über den einen Punkt. Sie hatte mit vier späten Glanzparaden großen Anteil daran, dass es überhaupt Zählbares gab – denn die HSG kam erst in den letzten Minuten nach 23:25-Rückstand (53.) zurück. Da Keller-Konkurrent Zwickau das vierte Spiel in Folge gewann, rutschte Badenstedt auf einen Abstiegsplatz.

Dem Sportliche Leiter der HSG, Bernd Schröder („Es war mehr drin“), war nach dem Abpfiff die turbulente Woche mit dem Rücktritt von Trainer Roland Friebe anzusehen. Am Donnerstag hatte der Vorstand Boris Linnemann als Interimslösung bestimmt. Der 43-Jährige, der sich bisher um die Videoanalyse kümmerte, hatte das Team gut eingestellt. Nürtingen startete zwar besser und führte früh mit zwei Toren. Doch dank starker Abwehr drehte Badenstedt die Partie, ging mit 14:12 in die Pause und erhöhte sogar auf 18:13 (36.). Die Fans tobten. Weil das intensive Spiel richtig Kraft kostete, musste Linnemann („Ich hatte gehofft, wir sind dann abgezockter“) wechseln. Badenstedt verlor die Ruhe und Nürtingen glich zum 21:21 (46.) aus.

Danach ging es hin und her. Als Yvonne Krängel zum 26:25 (57.) traf, schien der so wichtige Sieg nahe. Ein fragwürdiger Siebenmeter und ein Badenstedter Ballverlust bescherten Nürtingen die 27:26-Führung. „Deshalb war es ein Punktgewinn“, fand Linnemann. Er wird auch Sonnabend beim Nordderby in Bremen auf der Bank sitzen. Ob es mit ihm bis zum Saisonende weitergeht, wird am Montag auf einer Vorstandssitzung entschieden. „Ergebnisoffen“, sagt Schröder.

HSG: Pollmer (11/3), Düvel (4), Defayay (3), Krängel (3), Pollex (3) Seehausen (2), Neuendorf (1).

Von Uwe Serreck

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