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Sportmix Regional Jürgen Gödecke macht in Helstorf die 1000 Partien voll
Sportbuzzer Sportmix Regional Jürgen Gödecke macht in Helstorf die 1000 Partien voll
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17:37 27.07.2018
Mit 64 Jahren immer noch eine Klasse für sich am Tisch: Jürgen Gödecke lebt für seinen SV Germania Helstorf. Quelle: Foto: Serreck
Tischtennis

Die Partie des SV Germania Helstorf in der Regions-Seniorenrunde gegen den BSV Gleidingen ist für Jürgen Gödecke das 26. Pflichtspiel in der Saison 2017/18 gewesen. Eine Zahl, die nicht viele Tischtennisspieler schaffen. Für den 64-Jährigen ist das völlig normal. Er spielte zwar nie höher als in der Kreisliga, liebt aber den Sport mit dem kleinen weißen Ball.

„Ich habe kürzlich das 1000. Spiel gemacht“, berichtet Gödecke. Mit dem Tischtennis begann er 1966 als Zwölfjähriger, „weil ich beim Fußball nicht ausgelastet war“. Im Laufe der Jahre kamen zu den 850 Partien für die Helstorfer Fußballer die Tausend Einsätze an der Tischtennisplatte dazu. „Vielleicht sind es auch schon mehr, so genau kann das nicht sagen. Dabei habe ich früher sogar alle einzelnen Spiele aufgeschrieben“, verrät er.

Doch der Routinier liebt nicht nur den Sport, sondern vor allem seinen SV Germania Helstorf. Seit 30 Jahren ist Gödecke in unterschiedlichen Vorstandsämtern tätig, organisiert seit 2012 bei Fußball-Europa- oder Weltmeisterschaften ein Public Viewing des Vereins und dieses Jahr im September zusammen mit den Schützen erstmals einen Sommerbiathlon. Damit nicht genug: 2014 gab Gödecke zum 90. Vereinsgeburtstag eine über 400 Seiten starke Chronik heraus.

Dass Tischtennis dort einen großen Platz hat, ist auch dem heutigen Spartenleiter zu verdanken. Bis 1976 war die Sparte im Saal des örtlichen Gasthofes beheimatet, löste sich dann aber auf. Gödecke musste zum SV Scharrel wechseln, blieb im Herzen aber immer Germane. Als 1980 die Sporthalle der Grundschule fertiggestellt wurde, organisierte er kurzerhand eine Gründungsversammlung und spendierte sechs Tische sowie das nötige Material, damit es weitergeht. Später wurde er sogar Jugendtrainer. Obwohl ohne Übungsleiterschein („Ich war Autodidakt“), schaffte Gödecke mit dem Team 2010 die Qualifikation für die Niedersachsenliga.

Seit vier Jahren ist der ehemalige Inhaber einer Versicherungsagentur im Ruhestand – und widmet seinem Verein noch mehr Zeit. Während der Hitzeperioden der vergangenen Wochen sorgte er dafür, den Rasen des Sportplatzes zu wässern. „Es gibt Tage, da bin ich zehn Stunden unterwegs“, verrät Gödecke. Klingt irgendwie verrückt, doch die wohl irrste Geschichte aus seinem Sportlerleben ist eine andere. Vor einigen Jahren wurde er an der Leiste operiert und stand trotzdem am nächsten Tag beim Punktspiel wieder am Tisch. „Ich musste mir nur ab und zu das Blut abwischen“, sagt er lachend. Ein Spiel auszulassen kam seit der Wiedergründung der Sparte ohnehin nie in Frage. Lediglich in der abgelaufenen Spielzeit fehlte Gödecke „aus privaten Gründen“ einmal.

Die Mitspieler wissen diesen Einsatz zu schätzen. „Jockel ist der, der das alles zusammenhält“, sagt Mannschaftskollege Jürgen Langreder und fügt mit einem Grinsen an: „Nur wenn er mal verliert, kann Jockel zwei Tage nicht schlafen.“ Gegen die Gleidinger war dies zu verhindern. Gödecke gewann beide Einzel und steuert sogar den Siegpunkt zum 6:3 bei. Im Endspiel der Regionsmeisterschaft gegen den TSV Bemerode II verpassten es die Germanen beim 4:6, die Saison nach der Meisterschaft in der 3. Kreisklasse mit dem Double zu krönen. Für Gödecke war es dennoch ein weiterer Schritt auf dem Weg zu seinem nächsten Ziel: „Insgesamt 2000 Spiele für Germania möchte ich voll machen. Das wäre dann wohl einmalig.“

Von Uwe Serreck

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