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Sportmix Regional Panther sind bereit zum Angriff
Sportbuzzer Sportmix Regional Panther sind bereit zum Angriff
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16:34 07.03.2018
Vor einem Neuanfang: Die Bissendorfer Panther wollen in der neuen Saison zwischen Platz sechs und acht landen. Quelle: Bork
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Inline-Skaterhockey

Commanders Velbert und Düsseldorf Rams heißen die Aufsteiger in dieser Saison. Sie haben es sich verdient, erstklassig zu spielen, wenngleich dadurch immer mehr Stimmen laut werden, ob das der Attraktivität der Sportart Inline-Skaterhockey zuträglich ist. Denn die Bundesliga ist jetzt in Wirklichkeit eine Nordrhein-Westfalen-Liga. Elf von zwölf Clubs, die am Wochenende in die neue Spielzeit starten, kommen aus diesem Bundesland.

Ein flächendeckender Spielbetrieb in der höchsten Klasse sieht anders aus, es gibt nur eine Ausnahme: die Bissendorfer Panther, die zwar auch stolz darauf sind, der einzige Verein aus einer anderen Region im großen NRW-Getümmel zu sein, ein bisschen mehr Abwechslung könnte sich Darian Abstoß indes durchaus vorstellen. „Es wäre schön, ein paar andere Städte kennenzulernen. So fahren wir jetzt auf der A 2 immer schön in die gleiche Richtung“, sagt der Panther-Trainer.

Sich Gedanken zu machen über die Zusammensetzung der Bundesliga, ist für die Panther wiederum nebensächlich. In dieser Saison feiern sie ihr 20-jähriges Bestehen, und sie wollen vielmehr zeigen, dass es in der vergangenen Punktrunde nur ein Ausrutscher war, es erstmals nicht in die Play-offs der acht besten Mannschaften geschafft zu haben.

In mittlerweile 13 Jahren Erstligazugehörigkeit liegt mit 168 Tagen die längste Winterpause hinter den Bissendorfern; dass sie nach einer Vorbereitung ohne Turniere, Testspiele und Trainingslager den Saisonstart herbeisehnen, ist verständlich. Auch wenn die ersten Aufgaben leichter sein könnten: Los geht es beim mehrfachen deutschen Meister HC Köln-West (Sonnabend, 18 Uhr) und mit dem Heimspielauftakt eine Woche später gegen Samurai Iserlohn, den amtierenden deutschen Pokalsieger.

Nach zwei Jahren mit Lenny Soccio als Trainer sieht der Panther-Vorsitzende Dietmar Goebel die Mannschaft gewissermaßen vor einem Neuanfang; die Verpflichtung von Tim Lücker, der als Soccios Nachfolger mit Abstoß das neue Trainerduo bildet, sei auch ein „Zurück zu den Wurzeln“. Lücker hat selbst lange Zeit für die Panther gespielt, er hat den Bundesligisten bereits zwei Jahre lang trainiert und ist weiterhin Vorstandsmitglied im Förderverein. Für Abstoß geht es darum, auf den von Soccio geschaffenen Grundlagen aufzubauen, um wieder mehr Erfolg zu haben. „Wir werden versuchen, das alles zu verfeinern und dabei wieder unseren eigenen Stil einzubringen“, sagt der 31-Jährige. Das Ziel: „Wir wollen zwischen Platz sechs und acht landen. Sichern wir uns das Heimrecht in den Play-offs, wäre das ein Schmankerl.“

Die Bissendorfer bleiben sich bei diesem Vorhaben treu und bauen weiterhin vor allem auf Spieler, die das Einmaleins des Inline-Skaterhockeys bei den Panthern erlernt haben. Mit Ole Schmieta, Janne Goebel und Tim Strasser stehen drei Junioren-Europameister im Kader; Felix Gollasch und Lars Barlsen, aus der Reserve inzwischen wieder ins Bundesliga-Aufgebot aufgerückt, „gehören einfach in die Erste“, sagt Clubchef Dietmar Goebel. „Und ein Strasser in Topform ist unglaublich.“ Muss sich ein Verein, der mit seinen vielen Talenten auch in diesem Jahr im Juni in Kaarst (U 19), in Düsseldorf (U 16) sowie im Kopenhagener Vorort Rodovre (U 13) erneut um den Europokal spielt und selbst wieder die Endrunde der deutschen Jugendmeisterschaft (8./9. Dezember) ausrichtet, nicht irgendwann höhere Ziele setzen? „Wir greifen nicht zu den Sternen“, sagt Goebel, „aber wir haben einen Kader, bei dem man sagen kann: Wir greifen an.“ In Nordrhein-Westfalen wird man das zur Kenntnis nehmen.

Von Dirk Herrmann

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