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Sportmix Regional Schüttemeyer verlässt die HF Springe
Sportbuzzer Sportmix Regional Schüttemeyer verlässt die HF Springe
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16:46 01.05.2018
In der Saison 2018/19 wird Maximilian Schüttemeyer nicht mehr für die HF Springe, sondern in der Oberliga in Bielefeld auf Torejagd gehen. Quelle: Person
Handball

Die HF Springe müssen ab der nächsten Saison auf die Dienste ihres besten Torschützen verzichten: Maximilian Schüttemeyer hat seinen Abschied vom Deister bekanntgegeben, er wird sich zur neuen Spielzeit dem Oberligisten TSG A-H Bielefeld anschließen. Bei den ambitionierten Ostwestfalen hat er einen Vertrag bis 2020 unterschrieben.

Der 24-Jährige, dessen Kontrakt bei den Handballfreunden ausläuft, wird somit nur noch einmal das Springer Trikot überstreifen. Das finale Saisonspiel am Sonnabend um 19 Uhr gegen den HC Empor Rostock ist zugleich sein Abschiedsspiel. „Ich hatte vier tolle Jahre in Springe und habe viele Freundschaften geschlossen. Diese Jahre möchte ich nicht missen, aber für mich ist es Zeit, eine neue Aufgabe anzugehen“, erläutert er.

Schüttemeyer war im Februar 2014 vom damaligen Bundesligisten TV Emsdetten an den Deister gewechselt, stieg mit den HF im Jahr 2015 in die 2. Bundesliga auf und hielt Springe auch nach dem Wiederabstieg die Treue. In der aktuellen Saison stand der wurfgewaltige Rückraumschütze in sämtlichen 27 Partien auf dem Parkett und erzielte 129 Tore – öfter hat kein anderer Akteur in der Mannschaft von Trainer Oleg Kuleshov getroffen.

Künftig geht Schüttemeyer also in der viertklassigen Oberliga statt weiter mit Springe in der 3. Liga auf Torejagd. So wenig Sinn der Wechsel aus sportlicher Sicht auf den ersten Blick macht, so viel macht er, wenn man sich in der Handballszene auskennt: Die TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld plant den großen Wurf und träumt vom mittelfristigen Aufstieg in die 1. Bundesliga. „Die TSG hat sich sehr früh um mich bemüht und mich nachhaltig überzeugt, dass die Vision vom Bundesliga-Handball in Bielefeld ein Projekt ist, das hier mit vollem Herzen gelebt wird“, sagt Schüttemeyer. „Man sieht, dass hier der richtige Weg eingeschlagen worden ist.“

Bei seinem neuen Club könnte der 2,03-Meter-Mann übrigens auf einige alte Bekannte treffen: Unter anderem ist mit Marius Kastening ein weiterer ehemaliger Springer für die TSG aktiv. Ebenfalls zum Kader gehört Julius Hinz, der Bruder von HF-Kapitän Fabian. Im Innenblock der Rot-Weißen dürfte Schüttemeyer künftig neben Gustav Rydergård verteidigen, der von 2009 bis 2014 in der 1. Bundesliga für die TSV Hannover-Burgdorf aktiv war.

Für die HF bedeutet der Abgang Schüttemeyers einen herben Verlust: Allgemein hat Geschäftsführer Dennis Melching in den nächsten Wochen jede Menge zu tun, um eine schlagkräftige Truppe für die neue Serie zusammenzustellen. Zwar hat das Gros der aktuellen Sieben noch gültige Verträge, neben dem von Schüttemeyer laufen aber auch die Kontrakte von Hinz, Nils Eichenberger, Pawel Pietak sowie Sebastian Preiß aus. „Aktuell kann ich noch nichts sagen. Wir werden uns nach dem letzten Saisonspiel zusammensetzen und entscheiden, was wir machen und auf welchen Positionen wir Bedarf haben“, sagt Melching.

Derweil kursiert in der hannoverschen Handball-Szene einmal mehr das Gerücht, wonach die Deisterstädter ihre Mannschaft aufgrund finanzieller Schwierigkeiten aus der 3. Liga zurückziehen wollen. Diese Spekulationen hat es bisher aber in jedem Jahr gegeben – und sie haben sich immer als unhaltbar herausgestellt. Melching plant jedenfalls bereits die neue Spielzeit.

Von Benjamin Gleue

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