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Sportmix Regional Seitensprung mit Nervenkitzel
Sportbuzzer Sportmix Regional Seitensprung mit Nervenkitzel
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16:39 07.03.2018
Unter Hochspannung: Jannik Fischer vom TSV Poggenhagen springt durch den Hindernisparcours. Quelle: Fotos: RTL
Trampolinturnen

Es sind nur noch ein paar Meter bis zum Buzzer. Ein letzter Sprung auf dem Weg ins Halbfinale für Jannik Fischer, vielleicht sogar ein großer Satz zur Siegprämie von 100 000 Euro. Doch einer ist schneller, drei Sekunden fehlen dem Trampolinspringer vom TSV Poggenhagen im Halbfinale der Fernsehshow Big Bounce zum Einzug ins Halbfinale. Im direkten Duell ist sein Kontrahent Oleg Sniker im Hindernisparcours einen Tick schneller und zieht damit in die Runde der letzten vier ein.

„Das war schon eine Enttäuschung für mich. Viel hat ja nicht gefehlt“, sagt Fischer. Stolz kann der 18-Jährige dennoch sein auf seine Leistung. Immerhin hatten sich 4000 Trampolinspringer um einen Platz in der RTL-Spielshow beworben, lediglich 40 schafften es in die Sendung, die im Dezember aufgezeichnet und am vergangenen Freitag ausgestrahlt wurde. Dabei ging es für die Trampolinakrobaten darum, verschiedene Hindernisse möglichst schnell zu durchspringen oder zu überspringen. Die 16 Besten kamen weiter und standen sich dann im sogenannten Bounce Off gegenüber, in einem Duell Sportler gegen Sportler. Unter ihnen auch Fischer, der sich erst im Viertelfinale geschlagen geben musste.

Das Finale gewann der Tiroler Lorenz Wetscher, der als Erster das letzte Hindernis, ein acht Meter hohes, senkrechtes Trampolin, meisterte und sich die 100 000 Euro holte. „Tatsächlich hätte ich das Hindernis im Finale wohl nicht geschafft, dafür war ich nicht genügend vorbereitet“, sagt Fischer. Aber auch ohne Siegerscheck waren Show und Wettkampf, die Kameras und die Zuschauer für den Schüler ein ganz besonderes Erlebnis. Viel Lob gab es auch von den Klassenkameraden und Freunden. „Sie haben gesagt, dass ich das super gemacht habe, egal, wie weit ich auch gekommen bin“, erzählt der Schüler der BBS Neustadt und gab zu, vor den Duellen „megaaufgeregt gewesen zu sein. Aber wenn ich beim Springen bin, ziehe ich alles durch.“

Schwieriger als so mancher Sprung auf dem Trampolin war für den 18-Jährigen, die von RTL auferlegte Schweigepflicht einzuhalten. „Man durfte eigentlich nicht verraten, wie weit man gekommen ist. Mein Vater war ja mit bei der Show, und meiner Mutter sowie Oma und Opa habe ich es aber trotzdem erzählt“, sagt Fischer.

Seinen eigenen Auftritt im Fernsehen verfolgte er am vergangenen Freitag bei der deutschen Meisterschaft im Doppelminitrampolin in Nottuln (Nordrhein-Westfalen) bei einem Public Viewing. „Das war schon ein komisches Gefühl, sich selbst zu sehen. Aber auch sehr aufregend“, berichtet Fischer, der sich in der Jugendklasse (männlich 17/18 Jahre) die Silbermedaille holte und mit der Mannschaft den dritten Platz belegte. Wichtig beim Trampolinspringen sei es, „stets die Spannung zu behalten. Man muss darauf achten, ruhig zu bleiben und nicht hektisch zu werden. Sonst wird man zu weich und hat keine Spannung mehr“, sagt der Turner, dessen Spezialität Saltos sind.

Angefangen mit dem Trampolinspringen im Verein hat der Schüler als Sechsjähriger. Bei einer Ferienpass-Aktion sei vom TSV Poggenhagen auch Trampolinspringen angeboten worden, berichtet Fischer. „Da hat meine Mutter gleich angerufen und mich und meinen Bruder Kevin zum Training angemeldet. Seitdem sind wir dabei.“

Und das mit Erfolg. Bei der deutschen Meisterschaft 2013 holte sich Jannik in seiner Altersklasse den Titel, 2016 und 2017 wurde er Zweiter. Bei seinem großen Auftritt bei Big Bounce gab es zwar keinen Pokal, doch diesen Wettkampf wird Jannik garantiert nicht vergessen.

Von Christian Purbs

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