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Sportmix Regional „Wir fühlen uns verschaukelt“
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17:24 26.02.2018
Wut und Enttäuschung: Bei den Bisons haben sie keinerlei Verständnis für die blaue und später die rote Karte für Kapitän Milan Brandt. Quelle: Person
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Dicke Luft beim SC Bison Calenberg – der Ärger nach der Niederlage im Achtelfinale des DRIV-Pokals gegen den RSC Darmstadt (3:7) über die Leistung von Schiedsrichter Thomas Ullrich ist noch nicht verraucht. Zum wiederholten Mal fühlen sich die Blau-Gelben durch Entscheidungen des international erfahrenen Unparteiischen massiv benachteiligt.

„Es war nicht das erste Mal, dass wir mit diesem Schiedsrichter Pro­bleme haben. Das geht schon seit Jahren so und darf definitiv nicht so weitergehen“, ärgert sich Klaus Johansson, der Bison-Vorsitzende. Die Calenberger haben daher Protest gegen die von Ullrich im Pokalspiel gezeigte Darbietung eingelegt, sie gehen auf Konfrontationskurs mit dem Verband. Die Gemengelage in dieser Angelegenheit ist ein Mix aus Wut, Enttäuschung und Hilflosigkeit. „Eigentlich ist er einer der besten Schiedsrichter des Landes. Ich werde aber das Gefühl nicht los, dass er gegen uns was hat. Vielleicht will er uns loswerden, damit in der 1. Bundesliga bald nur noch westfälischen Vereine spielen“, sagt Johansson. Das Pokalspiel führten die Bisons nur unter Protest zu Ende, dies ist auch im Spielberichtsbogen so vermerkt. „Es war ein fair geführter Vergleich – doch plötzlich hagelt es nicht nachvollziehbare Entscheidungen. Wir fühlen uns verschaukelt“, ärgert sich der Bison-Chef.

In der 29. Minute – die Bisons lagen 2:3 zurück und waren drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen – ist Torjäger Milan Brandt nach Auskunft von Johansson vor dem gegnerischen Tor gefoult worden, Ullrich entschied aber auf Teamfoul gegen die Calenberger und zeigte Brandt daraufhin wegen Meckerns die blaue Karte. Doch damit nicht genug: Als der Kapitän auf der Strafbank Platz genommen hatte, griff der Unparteiische abermals in seine Tasche und verpasste Brandt den roten Karton. Den Strafstoß verwandelte Darmstadts Nils Koch zum 4:2. „Nachdem er gefoult worden war, fragte Milan, was er gemacht habe, und sah dafür die blaue Karte. Danach soll er auf der Bank über diese Entscheidung abwertend applaudiert haben“, berichtet Johansson. „Das ist gelogen, Milan hat sich gar nicht bewegt. Außer dem Schiedsrichter hat das niemand gesehen.“

Die Wut bei den Bisons ist groß. Sie wollen durch den Protest auf das zerrüttete Verhältnis mit Ullrich aufmerksam machen und hoffen, eine einvernehmliche Lösung mit dem Verband zu finden. „Wie es bisher gelaufen ist, macht es keinen Sinn mehr. Das steht fest“, sagt Klaus Johansson. Eine Lösungsmöglichkeit könnte sein, dass der Schiedsrichter keine Spiele des SC Bison mehr leitet. Eine andere, dass die Blau-Gelben die Männer-Mannschaft nach dieser Saison aus der 1. Bundesliga zurückziehen. „Auch das ist nicht ausgeschlossen. Wir gehen aber noch einmal in Klausur und prüfen, was möglich ist“, sagt Johansson.

Von Benjamin Gleue

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