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Freiwurf, Tor: Jubel in der Nachspielzeit

TSV Hannover-Burgdorf Freiwurf, Tor: Jubel in der Nachspielzeit

29:29 der TSV Hannover-Burgdorf bei GWD Minden. Nach schwacher Leistung sicherten sich die Recken erst nach Ablauf der Zeit durch einen direkten Freiwurf ins Kreuzeck von Maik Patrail das Remis.

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Recke Mait Patrail setzt sich durch. Später erzielt er das Tor zum Punktgewinn.

Quelle: Meier

Minden. Freiwurf Recken. Die letzte Aktion. Die Uhr stand schon auf 60:00 Minuten. Mait Patrail fasst sich ein Herz und ballert den Ball ins Netz. 29:29! Die Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf retten in Minden einen Punkt und krönen ihre irre Aufholjagd. Handball-Wahnsinn in der Kampa-Halle! In letzter Sekunde retteten die Recken ihre Serie (jetzt sieben Spiele ohne Niederlage). Aber sie drohte im galligen Mini-Derby in Ostwestfalen dramatisch und krachend zu Ende zu gehen.

Die Recken legten einen Fehlstart hin, kamen im Hexenkessel nicht ansatzweise ins Spiel. Die ersten drei Minuten gehörten den Torhütern. Martin Ziemer parierte zweimal, für Minden hielt Espen Christensen zweimal richtig die Hand hin. Marian Michalczik fand als erster den Weg ins Tor. Bis zum 2:1 war noch alles in Ordnung. - dann ging für Hannover nichts mehr. Minden zwang die Recken mit einer geschlossenen Abwehr immer wieder ins Zeitspiel und zu schwierigen Würfen. Wenn die Recken denn überhaupt zum Abschluss kamen. Und wenn doch, dann raubte ihnen Christensen mit seinen Weltklasse-Paraden den letzten Nerv. 5:1 nach zehn Minuten – Trainer Carlos Ortega nahm die erste Auszeit. Doch nichts wurde besser. Auch nicht mit Fabian Böhm, der sein Comeback nach zweieinhalbwöchiger Verletzungspause gab. Und als dann doch die Recken mal frei zum Wurf kamen, lupfte Rechtsaußen Torge Johannsen leichtfertig über Christensen gegen die Latte, anstatt draufzuzimmern. Umso zielstrebiger warf Mindens Christopher Rambo (sechs Tore in Halbzeit eins), der Ziemer einen Ball nach dem anderen reinballerte. Nach dem 8:1 musste Ortega erneut genervt eine Auszeit nehmen. Ähnlich mies war nur der Start gegen die Rhein-Neckar Löwen in dieser Saison.

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Die Handball-Recken um Kapitän Kai Häfner kämpfen am Donnerstagabend auswärts bei GWD Minden.

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Drei Tore in Folge zum 4:8 waren der Weckruf für Minden. Trainer Frank Carstens nahm diesmal die Auszeit. Sein Team verstand – und zog auf 11:4 davon. Der Hallen-DJ spielte schon „Oh, wie ist das schön“ ein. Ein Debakel bahnte sich an. Doch Hannover wehrte sich gegen die Klatsche. Zwischenspurt zum 9:12 – ein Drei-Tore-Rückstand als Hypothek für die zweite Halbzeit wäre zu verkraften gewesen. Doch wieder legte sich Hannover die Eier selber ins Netz: viel zu früher Wurf von Böhm beim letzten Angriff, Christensen wehrte ab und schleuderte den Ball im hohen Bogen mit der Schlusssirene ins verwaiste Recken-Tor zum 14:9!

Es konnte nur besser werden nach der Pause – wurde es aber zunächst nicht. Christensen hielt weiter fantastisch – und GWD-Kämpfer Rambo schoss Ziemer weiter die Bälle um die Ohren. 12:19-Rückstand. Und das einzig Gute war, dass noch genügend Zeit blieb. Mit einem 6:2-Lauf verkürzten die Recken auf 18:21 (44.), auch mit Unterstützung der mehr als 100 mitgereisten Fans. Ging da plötzlich doch noch was? Mortensen verkürzte zum 21:22 (50.) - die Recken waren dran. Auch nach dem 23:27 gaben sie nicht auf. Die Aufholjagd wurde belohnt. Zumindest mit einem Punkt.

Von Simon Lange

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