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TSV Hannover-Burgdorf Recken verlieren mit 19:30 in Göppingen
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf Recken verlieren mit 19:30 in Göppingen
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14:11 04.03.2018
NICHTS ZU HOLEN: Kapitän Kai Häfner verlor am Sonntag mit seinen Recken hoch in Göppingen – die erste Pleite seit 13 Spielen. Quelle: imago/Eibner
Göppingen

Es kam nicht oft vor in dieser Super-Saison, dass die Recken so hinten lagen: klar unterlegen, mit wenig Durchschlagskraft im Angriff, ohne Zugriff hinten, schon kurz nach der Pause mit zweistelligem Rückstand. Hannovers Handballer waren chancenlos bei der auch in der Höhe verdient deutlichen 19:30 (8:14)-Pleite gegen Frisch Auf Göppingen. Die „Hölle Süd“ wurde für die Recken zum Albtraum.

Seit Oktober waren die Recken ungeschlagen. Die Serie ist futsch – und wie. Es fehlte Hannover eigentlich überall an Energie: im oft ideenlosen Angriff, in der zahnlosen Abwehr, auch die Torwartleistung war diesmal nichts. Vor allem im Vergleich: Göppingens Teufels-Torwart Daniel Rebmann brachte die „Hölle Süd“ in Stimmung, sammelte schon in Halbzeit eins fast ein Dutzend Paraden. Dazu kam die kraftvolle, bewegliche Abwehr der Hausherren – und die feurige Atmosphäre in der EWS-Arena. Fertig war der Recken-Albtraum!

Europapokal-Team Göppingen, das in der Bundesliga nur im Mittelfeld steht, legte mit Tempo vor. Und die Recken konnten nie folgen. Bei Göppingens 8:3 durch Kresimir Kozina wurde es das erste Mal richtig deutlich (13.). Die Recken bäumten sich zwar einmal auf und kamen auf drei Tore ran beim 6:9 durch Mait Patrail (22.). Mehr war aber nicht drin. Auch Kapitän Kai Häfner schien noch nicht wieder ganz fit nach seinen Arm-Problemen unter der Woche. Aber er war immerhin noch einer der besseren. Bemüht, aber von Durchschlagskraft war wenig zu spüren. Kurz vor der Pause wurde es dann richtig bitter für seine Recken: Die konnten Göppingen nicht mal verteidigen, als die in doppelter Unterzahl waren. Daniel Fontaine traf Sekunden vor der Pause zum 14:8. Es wurde noch schlimmer.

Nach der Pause machten die Recken einen ganz engen Einstimmungskreis. Vermutlich mit Kampfansage an die eigene Leistung im ersten Durchgang. Doch leider ging es genau so weiter. Die Göppinger machten im Angriff, was sie wollten. Die Recken verwarfen in der eigenen Offensive einfach viel zu viel. Mal war der starke Rebmann da, mal nahmen die Hannoveraner wirre Würfe. Schon in der 34. Minute beim 16:9 durch die starke Göppingen-Kante Kresimir Kozina war die Partie aus Recken-Sicht eigentlich gelaufen.

„Angriff, Abwehr, Einstellung, Dampf - das war alles nicht da. Das war eine Katastrophe in allen Belangen!“, sagte Kapitän Kai Häfner. „Wir haben den Kampf und die Härte nicht angenommen!“

Doch Hannovers Top-Handballer können sich richtig schnell revanchieren für die ganz deutliche Pleite. Schon am Dienstag (19 Uhr) kommt Frisch Auf Göppingen zum Pokal-Hammer in die Tui-Arena. Es geht um den Einzug ins Final Four. Der Einzug wäre historisch für die Recken, im Turnier der besten vier Teams standen sie noch nie.

Von Jonas Szemkus und Simon Lange

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