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WM 2010 Trost für Deutschland kommt aus aller Welt
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17:48 08.07.2010
Spainiens Carles Puyol tröstet Bastian Schweinsteiger.
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Die deutsche Fußball-Elf hat sich mit ihrem sportlichen Auftritten bei dieser WM weltweit große Sympathien erspielt. Daran ändert auch die 0:1-Halbfinalniederlage gegen Spanien nichts. Die internationale Presse sieht Spanien als verdienten Sieger - doch auch für den Verlierer gibt es viele positive Stimmen.

In den USA schreibt die "New York Times" schreibt: "Deutschland hat viele Fans gewonnen mit seiner Multikulti-Truppe und den kommenden Stars wie Mesut Özil und Thomas Müller." Ähnlich die Tageszeitung "The Guardian" in Großbritannien: "Die deutsche Mannschaft ist jung genug, um sich zu verbessern. Es ist für jeden Gegner eine Herausforderung, mit Spanien fertig zu werden." "The Sun" hat zwei Teams auf Augenhöhe gesehen: "Es war ein großartiges Duell zwischen zwei europäischen Schwergewichten."

Auch der "Daily Mirrow" lobt das deutsche Team: "Bastian Schweinsteiger und Mesut Özil haben ein brillantes Turnier gespielt, aber diese Meister der Mittelfeldkunst waren eine Nummer zu groß für sie." Großen Respekt zollt die britische Presse dem deutschen Bundestrainer. Die "Daily Mail": "Nicht einmal Joachim Löws taktisches Verständnis reichte aus." Die Zukunft dieser Mannschaft sieht sie rosig: "Deutschland ist die kommende Fußballmacht, wird sogar noch besser werden."

Auch die "Times" befasst sich mit dem Bundestrainer: "Joachim Löw ist mit Recht dafür gelobt worden, den besten Fußball der WM zu spielen. Gegen Spanien, einem stilistisch ganz anderen Gegner als Deutschlands vorherigen Widersachern, gelang es ihm allerdings nicht, eine effektive Alternative zu finden, und dafür musste er am Ende teuer bezahlen."

Im Nachbarland Frankreich zeigten sich die Medien bisher sehr angetan vom deutschen Spiel. Entsprechend verhalten nun die Kommentare: "Le Monde": "Deutschland, so brillant seit dem ersten Spiel dieser WM, hat ein bislang ungekanntes Gesicht gezeigt." Die Tageszeitung "Le Figaro" glaubt: "Die Abwesenheit von Thomas Müller schien eine zu große Lücke aufgerissen zu haben, um von der Mannschaft geschlossen zu werden."

Der Knabenchor Hannover schickt von seiner China-Tournee ein kräftiges "Olé, Super-Deutschland, olé!":

In der Schweiz findet man in vielen Zeitungen große Enttäuschung. Die "Neue Zürcher Zeitung" schreibt: "Kalt erwischt - Das deutsche Team im WM-Halbfinal gegen Spanien (0:1) überfordert". Die Boulevardzeitung "Blick" beklagt: "Deutschland ist sich untreu geworden". Spanien soll nun Weltmeister werden. Denn: "Wenn das eintrifft, können wir uns Weltmeister-Bezwinger nennen. Als einzige!" Die Helvetier hatten das erste Vorrundenspiel gegen Spanien mit 1:0 gewonnen und für die erste Überraschung des Turniers gesorgt.

Ähnlich enttäuscht ist Österreich: "Von der Durchschlagskraft, die die deutsche Elf in den Spielen zuvor gezeigt hatte, war kaum mehr etwas zu spüren", kritisiert die Tageszeitung "Die Presse". "Schland unter", titelt "Der Standard".

In Skandinavien ist man traurig über die deutsche Niederlage. "B.T." aus Dänemark schreibt: "Mit dem einen Auge beweinen wir Deutschlands ehrenvolles Ausscheiden. Mit dem anderen strahlen wir, weil Spanien so außergewöhnlich gut spielt und seinen Erfolg verdient hat."

Schwedens Tageszeitung "Aftonbladet" sieht die DFB-Elf noch ein Stück von der Weltspitze entfernt: "Das schöne, junge Deutschland benötigte zwei Jahre, um die eigene Variante des spektakulären spanischen Fußballs einzustudieren. Spanien benötigte 90 Minuten, um zu zeigen, dass die Deutschen noch nicht ganz am Ziel sind."

Jubelstimmung herrscht natürlich Spanien: Die Sportzeitung "As" schreibt: "So wie Spanien gespielt hat, wird wohl im Paradies gespielt. Gegen das beste Deutschland der vergangenen Jahre hat die spanische Nationalelf einen entzückenden und hypnotischen Fußball entfaltet.". Auch "Marca" erkennt die Stärke des Gegners an: "Der Sieg war nicht gegen irgendjemanden, sondern gegen Deutschland, das seine Buchstaben mit goldenen Lettern in die Geschichte des WM-Pokals geschrieben hat."

In der Niederlande analysiert man klar: Für "de Volkskrant" hat klar die bessere Mannschaft gewonnen: "Joachim Löw wollte gern daran glauben, dass die Hackordnung von 2008 bei der WM 2010 nicht mehr gilt. Doch zwei Jahre nach dem Kniefall vor Spanien im EM-Finale mussten die Deutschen feststellen, dass sie die Kluft zwischen sich und dem Europameister zwar verkleinert, aber nicht geschlossen haben."

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