Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Sportbuzzer Burgwedels Handballer im Aufbruch
Sportbuzzer Burgwedels Handballer im Aufbruch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:08 25.04.2017
Ramhorst statt Sparkassen-Arena: Beim 23:23 in Kiel muss sich Florian Freitag der Gegenwehr von Steffen Weinhold und Florian Landin erwehren. Quelle: imago
Anzeige
Handball

Wenn ein gestandener Bundesligaprofi in die 3. Liga wechselt, dann ist das ein Signal. Für Handball Hannover-Burgwedel ist es genau das Signal, das der Nachfolgeverein der HSG Burgwedel gebraucht hat. Bislang waren es schließlich vornehmlich Abgänge, zu denen sich die Verantwortlichen um Trainer Jürgen Bätjer und Markus Mücke aus dem Vorstand äußern mussten. Jetzt aber schreiben die Burgwedeler weitere positive Schlagzeilen, von denen nach der Verpflichtung von Florian Freitag von GWD Minden noch viele weitere folgen sollen. Mit dem 25-jährigen Rückraumspieler hat der HHB nun ein Zugpferd, einen Königstransfer, zu dem noch fünf weitere Neuzugänge kommen sollen – ein Verein im Umbruch, ein Verein im Aufbruch.

Acht Ab-, drei Neuzugänge

Zählt man die beiden Standby-Handballer Patrick Anders und Christian Hoff dazu, verlassen mit Chris Meiser, Sören Kress, Tim Zechel, Erik Gülzow sowie Jannis und Nils Wilken acht Spieler die Sporthalle Auf der Ramhorst. Dafür hatten die Burgwedeler mit Pascal Kinzel bislang die Lücke zwischen den Pfosten gefüllt und mit Rückkehrer Thomas Bergmann für sicherlich mehr Gefahr auf Linksaußen gesorgt. Der dritte Neuzugang sagt jedoch alles aus, was sie Auf der Ramhorst bewegen wollen: Heraus aus dem Mittelmaß, auf unter die ersten sechs in der 3. Liga. Für Bätjer ist Freitags Unterschrift eine „herausragende Verpflichtung für die Richtung, die wir einschlagen wollen“. Sie sei nicht „normal“ und das Ergebnis einer Menge Arbeit gewesen.

Beim überraschenden 23:23 vor sechs Tagen beim THW Kiel steuerte die Rückraumkraft ein Mindener Tor bei, insgesamt bringt er es auf 113 Treffer in 110 Bundesligaspielen. Freitag kam 2009 vom OSC Dortmund zu GWD, wurde ein Jahr später deutscher Vizemeister mit Mindens A-Jugend, bringt es auf insgesamt elf Länderspiele in der deutschen Junioren-Nationalmannschaft und spielt seit 2014 fest im ersten Team. Aus seiner Bundeswehrzeit in Warendorf kennt er die Burgwedeler Sören Kress und Kay Behnke, mit dem er im nächsten Jahr Seite an Seite spielen wird.

Studieren in Hannover

Doch warum entscheidet sich ein 25-jähriger Bundesligaspieler dafür, in die 3. Liga nach Burgwedel zu wechseln? Nach dem Bachelorabschluss am Campus Minden der Fachhochschule Bielefeld setzt der 25-Jährige sein Architekturstudium in Hannover oder Hildesheim fort, will ab dem nächsten Semester seinen Master machen. Zusammen mit seiner Freundin Carolin, die ebenfalls in Hannover studiert, wird Freitag eine gemeinsame Wohnung in der Landeshauptstadt beziehen. Und bei der Suche nach einem studienbegleitenden Praktikum konnten ihm die Burgwedeler helfen.

„Burgdorf, Anderten oder Springe waren für ihn keine Alternative“, meint Mücke und fügt vielsagend hinzu: „Wir backen kleinere Brötchen, aber die sind warm. Dass wir extrem gut vernetzt sind in der Wirtschaft, ist ein Pfund, mit dem wir in den letzten Jahren wuchern konnten.“ Wuchern konnten und werden, denn bei drei Neuzugängen soll es nicht bleiben in dieser Sommerpause. Linksaußen, Kreisläufer, Rückraum links und rechts – fünf neue Kräfte sollen noch kommen. „Bei dreien sind wir schon relativ weit“, sagt Bätjer. Ein Zugpferd haben sie schon einmal.

Von Christoph Hage

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Vorbereitung verlief verheißungsvoll, die Zuversicht der Spieler und Verantwortlichen war groß – doch die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Para-Eishockey-Weltmeisterschaft im südkoreanischen Pyeongchang nur den siebten Platz belegt und ist damit in die B-Gruppe abgestiegen.

25.04.2017

Ruth Sophia Spelmeyer und Laura Gläsner aus Hannover behalten die Reise auf die Bahamas zu den Staffelweltmeisterschaften in schlechter Erinnerung. Beide wurden mit der deutschen 4x400-Meter-Staffel disqualifiziert.

25.04.2017

Neun Niederlagen in Folge haben ihre Spuren bei dem hannoverschen Handball-Bundesligisten hinterlassen – kehrt das Selbstvertrauen ausgerechnet beim Favoriten in Berlin zurück?

25.04.2017
Anzeige