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Sportbuzzer „Feuerwerk der Turnkunst“ liegt auf Rekordkurs
Sportbuzzer „Feuerwerk der Turnkunst“ liegt auf Rekordkurs
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20:23 14.12.2010
Auch Andreas Toba (rechts) und seine Kollegen vom Niedersächsischen Turnteam präsentieren sich auf der diesjährigen Tournee als Traumtypen. Quelle: Frey

Respekt, etwas Staunen und ganz viel Vorfreude – dieser Dreiklang beschreibt die Gefühlslage der „Turn-Feuerwerker“ vor ihrer Tournee um die Jahreswende. „Es ist ein sehr buntes Programm“, sagt Heidi Aguilar über das 24. „Feuerwerk der Turnkunst“, das den viel versprechenden Titel „Traumtypen“ trägt. „Liebevoll“ lautet ein weiteres Attribut, und besonders freut sich die Chefchoreographin auf die drei Gastspiele in der hannoverschen TUI-Arena an Silvester (17 Uhr) und am 2.Januar (14 und 19 Uhr): „Endlich haben wir genügend Platz und müssen uns nicht so einschränken.“

Dabei war der Schritt aus der knapp 5000 Besucher fassenden AWD-Hall in die Arena mit der doppelten Zuschauer-Kapazität keinesfalls selbstverständlich für den Niedersächsischen Turnerbund (NTB) als Ausrichter. 30 000 statt wie bisher 20 000 Eintrittskarten anzubieten sei doch ein Risiko gewesen, sagt Produktionsleiter Wolfgang Wehr-Reinhold. „Aber es hat sich gelohnt“, ergänzt er. 26 000 Tickets sind schon im Vorverkauf abgesetzt worden, die Nachmittagsvorstellung am 2. Januar ist ausverkauft.

Ohnehin staunen die Verantwortlichen immer noch über die Entwicklung des „Feuerwerks“, das 1988 „ganz klein“ mit zwei Vorstellungen in Hannover als Dankeschön für die vielen Ehrenamtlichen im Verband begonnen hatte. Heute führt die Tournee durch ganz Deutschland und immer häufiger in große Hallen wie Berlin, München, Dortmund und Leipzig. Und der Zuspruch zeigt, wie richtig dieser Weg und wie populär das „Feuerwerk“ als Produkt ist. Von 155 0000 verfügbaren Plätzen sind 135 000 verkauft worden – von einer solchen 87-prozentigen Auslastung träumt mancher Profisportklub.

„Der Bekanntheitsgrad und der Vermarktungswert der Veranstaltung ist deutschlandweit einmalig“, sagt Wehr-Reinhold. Und nicht zuletzt diese Entwicklung macht das „Feuerwerk“ attraktiv für Unternehmen wie den hannoverschen „Reiseriesen“ TUI. „Unter den Zuschauern sind überwiegend Frauen, und wir wissen aus unseren Untersuchungen, dass Frauen auch die Entscheidungen treffen, welches Ziel gebucht wird“, sagt Norbert Schmidt, TUI-Manager Sponsoring. Deshalb ist das Reiseunternehmen jetzt als Titelsponsor eingestiegen, sodass vom 28. Dezember an erstmals das „TUI Feuerwerk der Turnkunst“ durch die Republik tourt. Zudem lobt die TUI erstmals einen Preis für die besten Lokalgruppen im Programm aus.

Dass auch aus Niedersachsen mancher „Traumtyp“ kommt, wollen die Bundesliga-Turner aus Hannover und Wolfsburg um Andreas Toba zeigen. Erstmals im Programm wirken auch die talentierten Mädchen aus dem Stützpunkt in Badenstedt mit, allen voran Rückkehrerin Anja Brinker, die im Vorjahr eine Bronzemedaille bei der Europameisterschaft am Stufenbarren gewann.

Sie bieten mit Akrobaten aus Russland, der Ukraine, China und Rumänien sowie einer finnischen Trapezkünstlerin knapp drei Stunden „Feuerwerk“ rund um den Jahreswechsel, oder – wie NTB-Präsident Heiner Bartling ausdrückt – „die beste Werbeplattform für unseren Sport“.

Carsten Schmidt

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